Junge Männer gestorben

Lawinendrama geht weiter: Zwei Tote zu beklagen

Salzburg
25.02.2026 15:52
Porträt von Salzburg-Krone
Porträt von Tiroler Krone
Von Salzburg-Krone und Tiroler Krone

Traurige Nachrichten aus Salzburg und Tirol: Ein einheimischer Skifahrer war am Dienstag im Pongau von seiner Freundin als vermisst gemeldet worden. Die Einsatzkräfte konnten den 33-Jährigen am Mittwoch nur mehr tot unter einer Nasslawine bergen. Auch ein 20-Jähriger ist eine Woche nach dem Lawinenunglück in Kirchberg seinen schweren Verletzungen in der Klinik Innsbruck erlegen.

Nach der Alarmierung der Einsatzkräfte durch die Freundin des vermissten 33-jährigen Pongauers starteten Bergrettung, Alpinpolizei, Freiwillige Feuerwehr und Mitarbeiter der Bergbahnen im Bereich des Gernkogels am Dienstag eine Suchaktion. Aufgrund der letzten Verwendung des Skitickets des Einheimischen konnte das Suchgebiet im Bereich der Straßalmbahn eingegrenzt werden.

„Wegen der angespannten Lawinensituation wurde auf ein Einfahren ins freie Gelände verzichtet. Wir konzentrierten uns auf den Pistenrand sowie auf angrenzende Bereiche. Dabei entdeckten wir drei Lawinenkegel, die durch die drei Hundeführer und mittels Lawinen-Verschütteten-Suchgeräts gecheckt wurden“, berichtet Bergrettungs-Einsatzleiter Martin Stifter. 

Handy-Ortung führte Einsatzkräfte zum Toten
Mit einer Handy-Ortung durch die Polizei konnte die genaue Position des Verunglückten gefunden werden. Er befand sich auf rund 1400 Metern Seehöhe im rund 40 Grad steilen, bewaldeten Gelände. In diesem Bereich herrschte am Dienstag oberhalb der Waldgrenze Lawinenwarnstufe vier von fünf. „Wir suchten auf der Nassschneelawine mittels LVS-Geräts nach dem Mann und konnten ihn finden“, sagt Stifter.

Die Nassschneelawine ging in einem steilen, lawinengefährlichen Graben ab.
Die Nassschneelawine ging in einem steilen, lawinengefährlichen Graben ab.(Bild: Bergrettung St. Johann)

Der gut ausgerüstete Variantenfahrer dürfte durch die Lawine tödlich verletzt worden sein. Nachdem es sich um einen steilen, lawinengefährlichen Graben gehandelt hatte, wurde der Tote erst am Mittwochvormittag geborgen. 

Ärzte kämpfen vergeblich um Leben
Langes Bangen herrschte auch um den 20-Jährigen, der am vergangenen Mittwoch in Kirchberg in Tirol von den Schneemassen rund 250 Meter mitgerissen wurde und seitdem mit schweren Verletzungen auf der Intensivstation lag. Jetzt gibt es die traurige Gewissheit: Er ist seinen Verletzungen erlegen.

Der junge Österreicher war mit einem gleichaltrigen Begleiter im Bereich Pengelstein unterwegs gewesen, als er in einem steilen Hang von einer Lawine mitgerissen wurde. Es dauerte rund 20 Minuten, bis sein Begleiter den 20-Jährigen mithilfe mehrerer anderer Freerider aus einer Tiefe von rund 2,10 Metern ausgraben konnten.

Die Besatzung des alarmierten Notarzthubschraubers musste den Verschütteten noch vor Ort rund drei Minuten reanimieren, anschließend wurde er in die Klinik nach Innsbruck geflogen. Doch wie die Polizei nun mitteilte, verloren die Ärzte den Kampf um das Leben des jungen Einheimischen. 

Schauplatz Obertauern: Die mächtige Lawine löste sich im Bereich der Plattenspitze (2294 m).
Schauplatz Obertauern: Die mächtige Lawine löste sich im Bereich der Plattenspitze (2294 m).(Bild: Bergrettung Obertauern)

Bezirksalarm im Lungau
Laut Bergrettung Salzburg ist am Mittwochnachmittag auch in Obertauern eine Lawine abgegangen. Bis zu 150 Einsatzkräfte waren am Fuß der Plattenspitze im Einsatz. Der gewaltige Lawinenkegel war circa 200 Meter breit. Durch die Geländeform waren an mehreren Stufen teils tief verschüttete Sportler möglich gewesen.

Eine Person hatte den Lawinenabgang von der Hundskogelbahn beobachtet, aber nicht erkennen können, ob jemand von den Schneemassen erfasst worden war. Der Augenzeuge setzte einen Notruf ab. Aufgrund der massiven Lawinengröße und der unklaren Situation wurde Bezirksalarm im Lungau ausgelöst. Wie gegen 18 Uhr bekannt wurde, befanden sich jedoch keine verschütteten Personen in der Lawine. Abgänge in Neukirchen, Hüttschlag und Mühlbach/Hochkönig wurden ebenfalls von Bergrettern untersucht.

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