Gitarrenklänge statt Mozart mitten in der Salzburger Altstadt: An zwei Tagen locken Hitgaranten insgesamt 25.000 Menschen auf den prominenten Platz direkt neben dem Salzburger Dom. Doch bis Volbeat und Pizzera & Jaus auf der Bühne so richtig loslegen können, ist noch einiges zu tun ...
Menschen mit Kletterausrüstung anstelle von Touristen tummeln sich derzeit am Salzburger Residenzplatz. Metallisches Klackern übertönt das Surren von Elektrostaplern und das Knirschen der Reifen auf dem Schotter. Seit Sonntag wird eifrig am Aufbau der Bühne und der Gastrozelte gearbeitet. Passanten außerhalb der mit schwarzen Planen verhängten Bauzäune versuchen den einen oder anderen Blick zu erhaschen – und halten ihre Handykameras über die Sichtbarrieren.
12.500 Fans pro Tag in der Innenstadt erwartet
Bis Freitag muss hier alles fertig sein. Dann gehört die prominente Location zwei Tage lang jeweils 12.500 Konzertbesuchern – und die Bühne selbst Stars aus der Musikszene. So tritt am Freitag die dänische Rockband Volbeat auf. Am Samstag geben Pizzera & Jaus mit Austropolegende Wolfgang Ambros als Gast den Ton in der Innenstadt an.
Statt 10.000 Tickets wie im Vorjahr gibt es heuer 12.500 Stück.
Beim Aufbau sind knapp 200 Menschen im Einsatz. An den Konzerttagen selbst sind es bis zu 500, die einen reibungslosen Ablauf garantieren sollen.
Für die durstigen Konzertbesucher stehen – neben anderen Getränken – insgesamt 25.000 Liter Bier bereit.
Der Backstage-Bereich befindet sich direkt am Domplatz – dort, wo bei den Festspielen die Jedermann-Bühne steht.
Weithin zu sehen ist bereits die Bühne. Diese wird heuer größer denn je, um auch allen Gästen eine möglichst gute Sicht zu bieten. Denn das Areal wurde auch um Teile des Mozartplatzes erweitert.
Deshalb können die Veranstalter der Firma „Semtainment“ dieses Mal 2500 Menschen mehr pro Tag auf das Gelände lassen. Bei den Partnerfirmen rund um Bühne und Co, wird stark auf Unternehmen aus der Umgebung gesetzt, um die Wertschöpfung in der Region zu halten.
Damit niemand durstig bleibt, haben sich die Caterer des Salzburger Unternehmens die.ess.klasse für die Konzerttage mit 25.000 Litern Bier eingedeckt. „Das haben wir letztes Jahr auch am besten verkauft. Spritzer und Aperol gehen aber auch gut“, erzählt Gastro-Chefin Christine Blaschke.
Ich war schon an vielen Orten, um Bühnen aufzubauen. In der Salzburger Altstadt ist das okay. Richtig schwierig sind Bühnen in den Bergen – etwa auf Skipisten.
Arbeiter Anten Ajega packt beim Bühenaufbau fleißig mit an
Wir haben heuer unsere Beerjets aufgestockt und sechs Stück im Einsatz. Jeder davon schafft es, vollautomatisch sechs Biere zeitgleich zu zapfen.
Gastro-Chefin Christine Blaschke vom Salzburger Unternehmen die.ess.kultur
Um die Getränke schneller an die Leute zu bringen, hat sie technisch aufgerüstet. Bier wird an sechs Stationen vollautomatisch gezapft. Der Preis für die Halbe hat sich auf 7,40 Euro erhöht – 60 Cent mehr als 2025. Spritzer kosten noch immer 8,50 Euro.
Erstmals gibt es zudem Longdrinks. Günstiger wird heuer das stille Wasser. Damit soll sichergestellt werden, dass Besucher in der Mai-Hitze ausreichend Flüssigkeit bekommen.
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