Die Neutorsperre ab September wird für die Stadt Salzburg eine Herausforderung. Die Landes- und Stadtpolitik will attraktive Öffi-Tickets anbieten und appelliert an die Bevölkerung, das Auto stehen zu lassen.
Der Herbst bringt eine Zäsur für den Verkehr im Salzburger Stadtzentrum. Wie berichtet ist ab 14. September das Neutor aufgrund der Sanierung und Erweiterung der Festspielhäuser nicht mehr passierbar. Mindestens bis Ende März dauert die Vollsperre des Nadelöhrs.
Währenddessen werden die öffentlichen Busse um den Mönchsberg herumgeleitet (siehe Grafik unten). Auch danach werden Einschränkungen bleiben. Zunächst dürfen nur Busse sowie Anrainer und Lieferanten mit Kontingenten durch das einspurige Neutor fahren.
„Es wird zu Verzögerungen und Staus kommen“, sagt Thomas Kuc, Verkehrsplaner, der die Stadt für die Maßnahmen beraten hat. Auch Festspiel-Manager Lukas Crepaz gibt sich keinen Illusionen hin: „Es wird eine absolute Erschwernis.“ Gleichzeitig macht er mit Zahlen zur aktuellen Baustelle Hoffnung, dass sich die Salzburger an die Situation anpassen werden.
Expressbus fährt von Eugendorf nach Nonntal
Durch den Bau des Festspielzentrums ist das Neutor seit eineinhalb Jahren nur einspurig befahrbar. „In der Spitze hat der Verkehr seither um 25 Prozent abgenommen“, berichtet Crepaz.
„Das zeigt, dass die Bevölkerung und die Gäste auf Baustellen reagieren“. Die Politik möchte den Salzburgern den Umstieg auf Bahn, Bus, Rad und Fußwege mit einer Mischung aus Anreizen und Appellen schmackhaft machen. So kündigte Landes-Vize Stefan Schnöll für die Baustellenzeit die Express-Buslinie 131X von Eugendorf zum Busterminal Nonntal an.
Auch bei den Öffi-Tickets soll es attraktive Angebote geben. Verkehrs-Stadträtin Anna Schiester (Bürgerliste) hofft auf die Mithilfe der Salzburger: „Es funktioniert nur, wenn die Menschen, die unterwegs sind, mitmachen“, sagt sie.
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