Gleich mehrere Lawinenabgänge im freien Gelände wurden am Mittwoch kurz vor 12 Uhr im hinteren Zillertal gemeldet. Ob bzw. wie viele Personen verschüttet wurden, war zunächst unklar, weshalb ein Großeinsatz anlief. Am Nachmittag konnte schließlich Entwarnung gegeben werden. Die Lawinengefahr in Tirol bleibt indes hoch.
Gegen 11.37 Uhr wurde von der Zillertaler Gletscherbahn in Hintertux eine Lawine im Bereich der Lärmstangenbahn gemeldet. Eine Person befinde sich auf dem Lawinenkegel und sei dort „am Suchen“. „Wir wissen jedoch nicht, ob tatsächlich jemand verschüttet ist“, hieß es zunächst von der Leitstelle. Ein Großeinsatz war die Folge. Dabei wurde auch entdeckt, dass in besagtem Bereich nicht eine, sondern insgesamt sieben Lawinen abgegangen waren.
Sie alle mussten abgesucht werden. Die Bergrettung Tux mit zwei Lawinenhunden sowie die Helis „Alpin 5“ und „Heli 4“ waren im Einsatz, ebenso der Polizeihubschrauber Libelle Tirol. Kurz nach 14 Uhr konnte schließlich Entwarnung gegeben werden: Die Suchmannschaft konnte keine Verschütteten finden. Der Einsatz wurde damit beendet.
Einsatz auch im Kühtai
Kurz nach 15 Uhr gab es dann noch einmal Lawinenalarm in Tirol. Im freien Skiraum im Kühtai erfassten unterhalb der sogenannten Mute Schneemassen drei Snowboarder, so die Erstinformation. Bergretter aus Oetz und dem Sellraintal sowie zwei Hubschrauber wurden alarmiert. Laut Leitstelle Tirol handelte es sich allerdings nur um einen Teilverschütteten in der Gruppe, der sich offenbar selbst befreien konnte. Der Sportler erlitt offenbar leichte Verletzungen.
Gefahrenstufe weiter groß
Laut dem Lawinenreport des Landes liegt für ganz Nordtirol weiterhin zumindest Warnstufe 3 (von 5), also erheblich, vor. In vielen Teilen des Landes liegt die Warnstufe sogar bei 4 (groß). Im Süden von Osttirol hingegen liegt die Gefahrenstufe zum Teil nur noch bei 2.
Der Lawinenwarndienst erwartete mit Erwärmung und Sonneneinstrahlung im Tagesverlauf nasse Lawinen, speziell in höheren Lagen oberhalb der Waldgrenze könnten Wintersportler leicht Schneebretter auslösen. Auch der Alpenverein warnte am Mittwoch vor Touren im freien Gelände.
Nach dem lawinenreichen Wochenende auf Tirols Bergen gab es auch noch an den vergangenen Tagen zahlreiche Meldungen über Schneebretter. So ging im Kaunertal eine Lawine auf eine Straße ab, verletzt wurde dabei zum Glück niemand. Einen Tag zuvor verschlang eine Staublawine die Franz-Senn-Hütte im Stubaital.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.