„Zynisch und grausam“
Moskau soll Ukrainer zu Anschlägen anstiften
In der Nacht auf Sonntag ist eine Polizistin bei einer Bombenexplosion in der westukrainischen Stadt Lwiw gestorben. 25 weitere Menschen wurden verletzt. Verantwortlich dafür war diesmal nicht das russische Militär, sondern eine Ukrainerin, die aber von Moskau zu der Tat angestiftet worden sein soll …
Das teilte die ukrainische Polizei mit, die eine 33-jährige Ukrainerin als mutmaßliche Täterin festgenommen hat. Wie berichtet, hatten sich die Explosionen kurz nach Mitternacht ereignet. Zunächst eilten die Sicherheitskräfte wegen eines angeblichen Einbruchs zu einem Geschäft nahe der Altstadt von Lwiw. Doch als sie dort ankamen, wurde die erste Explosion ausgelöst. Eine zweite folgte, als Verstärkung eintraf. Eine Polizistin (23) war auf der Stelle tot, sechs weitere Einsatzkräfte wurden lebensgefährlich verletzt.
Die Festgenommene platzierte laut der Polizei mehrere selbst gebastelte Sprengsätze in Mülltonnen in der Stadt. Sie sei von russischen Geheimdiensten zu der Tat angestiftet worden, hieß es weiter.
„Die Umstände dieses Terroranschlags werden derzeit umfassend untersucht, viele Fakten liegen bereits vor“, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Sonntag auf Facebook mit. Die Täterin sei über Telegram rekrutiert worden. Die Behörden wurden laut Selenskyj angewiesen, Maßnahmen zu erarbeiten, um ähnliche Verbrechen zu verhindern. Er verurteilte den Anschlag als „zynisch und grausam“.
Weitere Aktionen könnten folgen
„Wir verfügen über Geheimdienstinformationen, dass die Russen weiterhin solche Dinge, also faktisch Angriffe auf Ukrainer, durchführen wollen“, führte Selenskyj aus. Zuvor hatte bereits Bürgermeister Andrij Sadowyj in einem Video in seinem Telegram-Kanal von einem Terroranschlag gesprochen. Aus dem Kreml gab es zunächst keine Stellungnahme.
Vor wenigen Tagen hatte die Ukraine mitgeteilt, dass die Sicherheitsdienste mehrere Attentate auf ukrainische Militärs, Geheimdienstmitarbeitende und Medienvertretende vereitelt hätten. „Es ist gelungen, russische Söldner unschädlich zu machen, die Anschläge auf unsere Bürger planten“, sagte Selenskyj am Samstagabend in seiner täglichen Videobotschaft. Es handle sich „um ziemlich bekannte Namen“. Es sei ein „bedeutendes Ergebnis“, dass „solche Verbrechen verhindert werden konnten“.











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