Eine Studie der Medizinischen Universität Innsbruck zeigt, dass ein beträchtlicher Teil der Blutspender in Österreich bereits Kontakt mit dem Hepatitis-E-Virus (HEV) hatte. Bei knapp 20 Prozent der untersuchten Blutspender in Tirol wurden entsprechende Antikörper nachgewiesen.
Hepatitis E zählt weltweit zu den häufigsten Ursachen einer akuten Virushepatitis. Die Infektion verläuft meist ohne Symptome oder nur mild und heilt oft von selbst aus.
Kein zugelassener Impfstoff
Für Schwangere, ungeborene Kinder sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann sie jedoch gefährlich werden. Anders als bei Hepatitis B und C gibt es in Europa derzeit weder einen zugelassenen Impfstoff noch spezielle Medikamente gegen das Virus.
Ein verpflichtender Routinetest auf die Erbsubstanz des Virus könnte die Sicherheit von Bluttransfusionen erhöhen und eine Übertragung durch Blutspenden verhindern, so die Forscher.
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