Günter Bresnik:

„Er kann sich von der blöden Rederei befreien!“

Tennis
04.06.2026 07:26

Gewinnt Alexander Zverev bei den French Open endlich seinen ersten Major-Titel? Günter Bresnik sagt: „Ja, er ist der haushohe Favorit. Es ist kein Spieler mehr dabei, der so viel Erfahrung wie Sascha hat. Jetzt kann er sich von der blöden Rederei, dass er noch keinen Grand-Slam-Titel hat, befreien.“

Der langjährige Trainer von Dominic Thiem betont: „Zverevs Leistung im Viertelfinale gegen Jodar war wirklich in Ordnung. Wie er den 2:5-Rückstand im ersten Satz wettgemacht hat und dann überhaupt nichts mehr anbrennen ließ, war stark.“ Dazu zeigte sich der deutsche Tennis-Star, der Freitag im Semifinale auf den Tschechen Jakub Mensik trifft, in Paris körperlich bisher in einem hervorragenden Zustand. „Das ist ein Verdienst von Fitnesstrainer Jez Green, der genau weiß, welche Bedürfnisse Tennisspieler haben. Das hat er auch schon bei Andy Murray gezeigt“, so Bresnik.

Jakub Mensik
Jakub Mensik(Bild: AFP/ANNE-CHRISTINE POUJOULAT)

 Der Rest des überwiegend russischen Teams ist seit langer Zeit eingespielt. Papa Alexander ist Coach, Mama Irina und Oma Natalia sind die guten Seelen. Bruder Mischa kümmert sich mit Sergej Bubka Junior um das Management. Trainingspartner ist Ex-Profi Michail Ledowskich, der genaues Feedback gibt.

Ganz wichtig ist auch Kumpel Marcelo Melo, mit dem Zverev viel lacht, im Hotelzimmer gerne Mario-Kart zockt und auch immer wieder Doppel spielt. Heuer im März gewannen sie in Acapulco sogar den Titel, feierten mit Sombreros auf den Köpfen. Bresnik: „Die Mischung in dem Team passt perfekt, Melo ist wichtig für den Wohlfühlfaktor.“ Das gilt natürlich auch für Dackel Mishka und Freundin Sophia Thomalla. In beide ist der 29-Jährige schwer verliebt.

Günter Bresnik
Günter Bresnik(Bild: Sepp Pail)

Kostjuk hoch im Kurs
Im Damen-Bewerb gab es gestern gleich zwei große Überraschungen. Aryna Sabalenka unterlag Diana Schnaider mit 6:3, 5:7, 0:6, wobei die Weltranglisten-Erste im letzten Satz völlig entnervt war und ihren Frust immer wieder lautstark herausschrie.

Dazu zog die polnische Qualifikantin Maja Chwalinska mit einem 7:6, 6:3 gegen Anna Kalinskaja ins Semifinale ein. Bresnik unterstrich: „Die Niederlage von Sabalenka finde ich aufregend, damit hätte ich nicht gerechnet. Auch Chwalinska hatte ich nicht am Zettel.“ Aber sie haben für ihn keine Chance auf den Titel: „Das andere Semifinale bestreiten Marta Kostjuk und Mirra Andrejewa. Wer in diesem Match siegt, wird auch die French Open gewinnen. Und ich würde Kostjuk favorisieren.“

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