In der Ukraine sind angebliche Mordpläne gegen hochrangige Politikerinnen und Politiker vereitelt worden. Eine der Zielscheiben war Andryj Jusow, der im Kommunikationsbereich für das ukrainische Militär arbeitet und Gefangenenaustausche mit Russland koordiniert hat.
Das gaben die Strafverfolgungsbehörden in der Ukraine und in Moldau am Freitag bekannt. Demnach steckt Moskau hinter den Attentatsplänen. Den Täterinnen und Tätern sollen bis zu 100.000 Dollar (umgerechnet 85.000 Euro) pro Mord angeboten worden sein. „Die Summe hing von der Bekanntheit und dem Einfluss des potenziellen Opfers ab“, sagte der ukrainische Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko. Gegen wen sich die Attentatspläne neben Jusow gerichtet haben sollen, sagte er nicht.
Man habe in der Ukraine 20 Razzien durchgeführt, Waffen, Sprengstoff sowie Informationen aus der Kommunikation mit den russischen Drahtziehern beschlagnahmt. Insgesamt wurden zehn Verdächtige festgenommen – sieben in der Ukraine, drei weitere in Moldau. Sie gehörten einer „organisierten Gruppe“ an, die „Auftragsmorde an wohlbekannten ukrainischen Bürgern und Ausländern“ vorbereitet habe, sagte Krawtschenko. Die Behörden in Moldau bestätigten Ermittlungen zu einem solchen Komplott.
Aus Moskau lag zunächst keine Stellungnahme zu den Vorwürfen vor. Die ukrainische Regierung hat die russische in den vergangenen Jahren wiederholt beschuldigt, die Ermordung hoher ukrainischer Politikerinnen und Politiker geplant zu haben. Im Visier soll etwa Präsident Wolodymyr Selenskyj gestanden haben. Das ukrainische Militär hat wiederum die Verantwortung für Anschläge übernommen, bei denen politische Persönlichkeiten und hochrangige Militärs aus Russland getötet worden waren.
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