Auch drei Monate nach Bekanntwerden der Pleite gibt es noch keinen Antrag auf Abschluss eines Sanierungsplans der insolventen Firma Nothegger in Tirol. Laut einem Sprecher des KSV ist das „verwunderlich“.
Für mehrere Schlagzeilen sorgte die Insolvenz der Nothegger Transport Logistik GmbH mit Hauptsitz in St. Ulrich am Pillersee. Anfang März wurde die Millionenpleite, von der mehr als 200 Mitarbeiter betroffen sind, bekannt – die „Krone“ berichtete.
Vonseiten des Kreditschutzverbandes von 1870 (KSV) gab es zuletzt am 11. Mai Neuigkeiten zu der „im Hinblick auf die Anzahl der betroffenen Mitarbeiter größten Unternehmensinsolvenz in Tirol seit 15 Jahren“. In der Aussendung hieß es damals, dass „die Insolvenzverwaltung in der Prüfungstagsatzung Insolvenzforderungen in Höhe von 15,4 Millionen Euro anerkannt hat. Bisher bestritten geblieben sind Gläubigeransprüche in Höhe von knapp 21 Millionen Euro.“
Der Masseverwalter führt den Betrieb derzeit in einer weiterhin angespannten Liquiditätssituation fort.

Klaus Schaller
Bild: KSV1870/Die Fotografen
„Es liegt noch kein Antrag vor“
Weiter hieß es, dass das Unternehmen eine Sanierung anstrebt. „Es wird sich in den nächsten Wochen zeigen, ob eine Einigung mit den Gläubigern gefunden werden kann. Ob die Verhandlungen letztlich zu einem positiven Abschluss gebracht werden können, lässt sich aktuell kaum einschätzen.“
Fast einen Monat später wollte die „Krone“ wissen, ob es schon Neuigkeiten in dem Fall gibt. Laut Klaus Schaller, dem Regionalleiter West des KSV, „liegt noch kein Antrag auf Abschluss eines Sanierungsplans vor“.
„Man kann darüber nur mutmaßen“
Dies sei verwunderlich und ungewöhnlich, denn mit jeder Woche, die ein Insolvenzverfahren dauere, würden auch die Kosten des Verfahrens steigen. „Warum das Unternehmen den Antrag noch nicht eingebracht hat, darüber kann man nur mutmaßen“, meint Schaller, der abschließend erklärt, dass „der Masseverwalter den Betrieb derzeit in einer weiterhin angespannten Liquiditätssituation fortführt“.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.