Nach Todesschuss

Obduktion bestätigte Unschuld des Lebensgefährten

Oberösterreich
20.02.2026 18:00

Die polizeilichen Ermittlungen nach dem Todesfall einer Mühlviertlerin (41) in Aigen-Schlägl konnten als Konsequenz der gerichtsmedizinischen Untersuchung nun eingestellt werden. Auch im Fall des toten Ehepaares in Feldkirchen bei Mattighofen brachten die Leichenöffnungen keine überraschende Wende. Der Erstverdacht wurde bestätigt. 

Für große Aufregung und Bestürzung hatte am Wochenende der gewaltsame Tod einer 41-jährigen Frau in einem Wohnhaus in Aigen-Schlägl gesorgt. Die Mühlviertlerin war dort – wie berichtet – am Samstagabend mit einer letalen Schusswunde gefunden worden.

Die Polizei hatte zunächst in alle Richtungen ermittelt. Die zwölfjährige Tochter der Toten, die zum Zeitpunkt des Schusses im Haus anwesend war, dürfte die Emotionen des Lebensgefährten der Mutter falsch interpretiert haben. Sie befürchtete offenbar zunächst, der 43-Jährige habe ihre Mama getötet. Der Mann bestritt das zwar heftig, wurde aber vorübergehend festgenommen.

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Die Obduktion ergab keine Hinweise darauf, dass eine andere Person den tödlichen Schuss abgefeuert haben könnte.

Ulrike Breiteneder, Sprecherin der StA Linz

Die Spurenauswertungen entlasteten ihn allerdings noch in der gleichen Nacht deutlich, sodass er am Sonntag gegen 3 Uhr früh wieder freigelassen werden konnte.

Nun liegt auch das Ergebnis der gerichtsmedizinischen Obduktion sowie einer Schmauchspurenauswertung vor. „Es gibt weiterhin keinen Hinweis darauf, dass eine andere Person den Schuss abgefeuert haben könnte“, bestätigt Ulrike Breiteneder, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Linz. Die Ermittlungen in dem Fall wurden deshalb eingestellt.

Polizisten am Tatort in Feldkirchen bei Mattighofen.
Polizisten am Tatort in Feldkirchen bei Mattighofen.(Bild: Pressefoto Scharinger/Daniel Scharinger)

Tötung auf Verlangen
Auch im Innviertler Todesfall sind offenbar keine Überraschungen mehr zu erwarten. Wie berichtet, war Mittwoch in einem Zweifamilienhaus in Feldkirchen bei Mattighofen ein älteres Ehepaar (65, 66) von Verwandten tot aufgefunden worden. Die Polizei ging von Tötung auf Verlangen und Suizid aus, die Staatsanwaltschaft Ried ordnete eine Obduktion der Leichen an.

Das am Freitag vorliegende Ergebnis bestätigte den Erstverdacht: Beide Ehepartner starben durch Schüsse in den Brustbereich. Der Gatte dürfte zuerst seine Frau, dann sich selbst getötet haben. Die Waffe, eine Schrotflinte, besaß er legal. Fremdverschulden wurde ausgeschlossen, die Verstorbenen hatten eine Nachricht bzw. ein Testament hinterlegt. Beide dürften auch schon längere Zeit an Krankheiten gelitten haben.

Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person sich in einer psychischen Ausnahmesituation befinden oder von Suizidgedanken betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die Telefonseelsorge unter der Telefonnummer 142. Weitere Krisentelefone und Notrufnummern finden Sie HIER.

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