Familie Stroj lebt das Handwerk des Schuhmachers. Seit fast zwei Jahrhunderten werden in ihrem Unternehmen im Rosental Schuhe produziert. Während andere Betriebe längst ihre Pforten schlossen, muss sich die Familie über einen Nachfolger keine Gedanken machen.
„Seit nahezu zwei Jahrhunderten fließt in unseren Adern das Schuhmacherblut“, mit diesen Worten stellt Seniorchef Ernst Stroj die gleichnamige Schuhmacherei in St. Egyden vor. Mittlerweile wird der Betrieb in der sechsten Generation geführt.
Maßgefertigtes Schuhwerk
„Es ist eine intensive Qualitätsarbeit, die viel Wissen und Geschick abverlangt“, erklärt Ernst Stroj junior, der das Familienunternehmen seit 2013 leitet. Denn vom Anfertigen von Maßschuhen, orthopädische Schuhe bis hin zu Reparaturen, das Tätigkeitsfeld eines Schuhmachers ist vielseitig.
Die Kunden brauchen aber Geduld. Denn immerhin sind die Schuhe aus dem Hause Stroj keine Massenware – sie werden mit viel Liebe zum Handwerk einzeln angefertigt. „Das kann schon mal ein halbes Jahr dauern“, schmunzelt Stroj junior im Gespräch mit der „Kärntner Krone“. Doch das Warten würde sich lohnen. Denn immerhin kann ein angefertigter Schuh der Marke Stroj bei richtiger Pflege bis zu zehn Jahre ohne gröbere Reparatur überstehen.
Einer der letzten Kärntner Schuhmacher
Doch nicht nur die Schuhe des Unternehmens Stroj sind außergewöhnlich, sondern auch der Betrieb selbst, denn „in den letzten Jahrzehnten hat sich unsere Branche einem enormen Wandel unterzogen“, erklärt Stroj Senior. Gab es Ende der 1970er-Jahre noch rund 120 Schumacherbetriebe in Kärnten, ist die Zahl auf mittlerweile 15 geschrumpft.
Daher ist die Familie Stroj besonders stolz, dass sie die alte Tradition des Schuhemachens von Generation zu Generation weitergegeben hat und das Handwerk noch floriert.
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