Proben genommen

Deshalb sterben exotische Fische in Villacher Bach

Kärnten
02.02.2026 16:30

Aufmerksame Spaziergänger entlang des Warmen Baches in Villach in Kärnten haben Alarm geschlagen, nachdem sie verendete Fische und Krebse im Gewässer entdeckt haben. Was ist die Ursache?

Der Warme Bach in Villach ist ein einzigartiges Biotop – denn in dem ganzjährig etwa 24 Grad warmen Wasser tummeln sich tropische Fische, Schildkröten und Krebse. Die Tiere sind hier nicht heimisch. Sie wurden über die Jahre hier illegal „entsorgt“, also von ihren Besitzern freigelassen.

Vergangene Woche schlugen aufmerksame Spaziergänger plötzlich Alarm – zahlreiche tote Tiere wurden im Bach aufgefunden. Ein Amtssachverständiger des Landes kam zu dem Schluss, dass wohl durch die vorangegangene Kälte die Wassertemperatur zu niedrig für das Überleben der Fische die Ursache gewesen sei.

Einige Naturschützer wollten es am Wochenende genauer wissen und haben die Wasserwerte gemessen. Dabei wurde unter anderem ein erhöhter Chlorwert festgestellt.

Ein verendeter Signalkrebs am Warmen Bach
Ein verendeter Signalkrebs am Warmen Bach(Bild: Katrin Fister)

Suche nach Ursache
Um diesen Hinweisen nachzugehen, war am Montag die Gewässeraufsicht des Landes Kärnten beim Warmen Bach und hat Proben gezogen. Die „Krone“ war bei dem Lokalaugenschein mit dabei.

Dabei zeigte sich deutlich, dass die Wassertemperatur im unteren Bereich des Warmen Baches lediglich 15 Grad beträgt. Beim Austritt ein paar Hundert Meter bachaufwärts lag die Temperatur bei über 20 Grad. Der mangelnde Niederschlag der vergangenen Wochen ist auch deutlich sichtbar: Das Wasser ist etwa 30 Zentimeter niedriger.

Vor Ort wurden erste Werte gemessen und Wasserproben entnommen.
Vor Ort wurden erste Werte gemessen und Wasserproben entnommen.(Bild: Katrin Fister)

Durch die Gewässeraufsicht wurden an verschiedenen Stellen des Warmen Baches Proben entnommen. Ein Fisch und ein Krebs wurden ebenfalls zur weiteren Untersuchung mitgenommen. 

Kein Wasser aus Therme
Was jedenfalls ausgeschlossen werden kann, ist, dass Wasser aus den Becken der nahen Kärnten Therme in den Warmen Bach gelangt sein könnte. „Wir leiten unser Wasser über ein eigenes Becken und schließlich über die Kläranlage ab“, erklärt Hannes Brandstätter, Geschäftsführer des Gesundheits- und Thermenresort Warmbad. Nach der Meldung der toten Fische habe man selbst Messungen durchgeführt und die Werte an die Behörden weitergeleitet, so Brandstätter. 

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