In Klagenfurt kam es rund um die Justizanstalt zu einem Großaufgebot an Einsatzkräften. Ein Häftling wollte die Gunst der Stunde nutzen, sprang aus dem Fahrzeug und flüchtete zu Fuß ...
Vor gut drei Monaten gelang zwei Insassen der Justizanstalt Klagenfurt die Flucht. Die beiden Verbrecher, die wegen schweren Einbruchs noch zwischen vier und fünf Jahren Freiheitsstrafe zu verbüßen hatten, konnten entkommen. „Die Fahndung läuft noch“, so Oberstleutnant Harald Streicher von der Justizanstalt Klagenfurt.
Nun kam es erneut zu einem Fluchtversuch: Bei einem Transport von der Justizanstalt Graz-Jakomini in die Justizanstalt Klagenfurt versuchte ein Häftling zu entkommen. „Die Insassen steigen vor der Justizanstalt aus und so nutzte er die Gunst der Stunde“, informiert Streicher.
Beamten konnten ihn einholen und festnehmen
Der Insasse flüchtete in Richtung Stadttheater und weiter in Richtung Ursulinenschule. „Dort konnten Beamte den jungen Mann einholen und wieder festnehmen“, so Streicher. Er wurde wieder zurück in die Justizanstalt gebracht.
„Der etwa 20-Jährige hätte ein Jahr absitzen und eine Suchtbehandlung machen müssen“, so Streicher, der erklärt, dass ein Fluchtversuch keine strafbare Handlung ist, jedoch eine Ordnungswidrigkeit mit sich bringt. „Das heißt, er bekommt in der Justizhaftanstalt ein Disziplinarverfahren. Dabei kommt als Strafe eine Geldbuße, der Entzug von Begünstigungen oder der strenge Hausarrest infrage.“
Flucht im Müllwagen
Der letzte spektakuläre Ausbruch aus der Justizanstalt Klagenfurt gelang einem Delinquenten im Jahr 2017. Damals glückte einem 35-jährigen Serben ein filmreifer Coup. Der wegen Vermögensdelikten Verurteilte schaffte es am 10. Februar 2017 über die Gefängnisküche ins Freie. In einem unbeobachteten Moment kletterte er in den Laderaum eines Müllwagens, machte es sich zwischen den Müllsäcken bequem und wurde so – ganz unauffällig – in die Freiheit chauffiert.
„Ein Ausbruch ist keine strafbare Handlung, allerdings hat das für den weiteren Vollzug erhebliche Nachteile – bewiesene Unzuverlässigkeit ist immer schlecht“, sagt Oberstleutnant Streicher.
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