Ehemuffel-Problem

China: Zu wenige Hochzeiten, zu wenige Babys

Ausland
11.05.2026 13:22
Porträt von krone.at
Von krone.at

Bei der Zahl der Eheschließungen zeigt sich in China derzeit ein alarmierender Trend. In den vergangenen Jahren hat sich die Zahl der Hochzeiten halbiert. Auch ein Babyboom bleibt aus – und das, obwohl das Land alles versucht, um die Heirats- und Geburtenraten nach oben zu treiben.

Die Zahl der Eheschließungen in China ist im ersten Quartal stark gesunken und unterstreicht damit die demografische Krise des Landes. Von Jänner bis März wurden knapp 1,7 Millionen Ehen registriert, ein Rückgang von 6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Ministerium für zivile Angelegenheiten mitteilte. Damit hat sich die Zahl der Hochzeiten seit dem Jahr 2017 in etwa halbiert.

Land steckt in demografischer Krise
Die Entwicklung verschärft die demografischen Herausforderungen für die Volksrepublik. Die Zahl der Einwohner ist 2025 bereits das vierte Jahr in Folge geschrumpft, während die Geburtenrate auf ein Rekordtief gefallen ist. Demografen warnen vor einem anhaltenden Abwärtstrend. In China bekommen Paare traditionell erst nach der Heirat Kinder.

Bruch mit langjährigen Traditionen
Der Negativtrend spiegelt sowohl tief verwurzelte kulturelle Normen als auch administrative Vorschriften wider. So waren in der Vergangenheit die offizielle Registrierung einer Geburt oder der Zugang zu staatlichen Leistungen oft an eine Heiratsurkunde gebunden.

Initiativen bleiben ohne Erfolg
Angesichts der Entwicklung haben die Behörden eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um Anreize für Hochzeiten und Geburten zu schaffen. Dazu gehören finanzielle Zuschüsse für Familien, der Ausbau der Kinderbetreuung sowie Bemühungen, die medizinischen Kosten rund um die Geburt zu senken. Bisher scheinen diese Initiativen jedoch nur geringe Wirkung zu zeigen.

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