Nach lauter Kritik

Irreführende Eierverpackung wird nun doch geändert

Wirtschaft
11.05.2026 13:40
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach Kritik an der Verpackung ändert der bayerische Eierproduzent Obermeier die Aufmachung seiner Schachteln. Man werde für die Eier aus Bodenhaltung, die bei Spar verkauft werden, künftig ein anderes Design wählen, ließ das Unternehmen am Montag wissen.

Auf den Eierverpackungen sind Hühner in einer Freilandumgebung zu sehen. Laut Kennzeichnung sind Eier aus deutscher Bodenhaltung enthalten. Man habe die Verpackung 15 Jahre deutschlandweit verwendet, erklärte der Junior-Chef des Familienunternehmens Obermeier. Die neue Verpackung verzichte nun aber auf Hühnerfotos und Freiland-Sujets bei Eiern aus Bodenhaltung.

Foodwatch, Vier Pfoten, der Verein Land schafft Leben und die Geflügelwirtschaft kritisierten vergangene Woche eine mögliche irreführende Verpackungsaufmachung bei Obermeier-Frischeiern, die bei Spar verkauft werden.

Heimische Lebensmittelbehörden befasst
Die Obermeier-Eierverpackungen, die nun geändert werden, waren schon Thema bei den heimischen Lebensmittelbehörden. Das Marktamt Wien ortet eine Irreführung der Konsumenten. Zuständig seien aber die Salzburger Lebensmittelkontrolleure, weil die Erstinverkehrbringung der bayerischen Eier in Salzburg erfolgte.

In Salzburg spielte die Lebensmittelaufsicht des Landes den Ball allerdings zurück nach Wien. Sie verwies auf das Gutachten des Wiener Marktamts, das die Beanstandung bezüglich der Kennzeichnung thematisiere. Laut aktuellen Informationen sind die besagten Eier offenbar nur im Osten Österreichs erhältlich.

Der Verkauf von Eiern aus der EU sei in Österreich per se erlaubt. Die Lebensmittelkennzeichnung müsse aber den Vorgaben der EU-Lebensmittelinformationsverordnung und dem Vermarktungsnormengesetz entsprechen, hieß es von der Salzburger Lebensmittelaufsicht.

Kritik an Verkauf deutscher Eier
Die Geflügelwirtschaft kritisierte Ende April den Verkauf deutscher Eier bei Spar – und zwar nach der Eierknappheit rund um Ostern. Die Eierproduzenten sehen einen „Tabubruch“, der die heimische Produktion gefährde. Für Spar ist hierzulande dagegen weiterhin keine Vollversorgung mit österreichischen Eiern möglich.

Eierproduzent Obermeier kann die Aufregung in Österreich nicht ganz nachvollziehen und verwies auf den Europäischen Binnenmarkt. Man verkaufe eine „kleinbäuerliche Menge“ an Spar und die Supermarktkette bestelle kurzfristig nur „Auffüllmengen“. „Wir nehmen keinem österreichischen Eierbauern die Lebensgrundlage weg.“

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