Schließungen inklusive

Wiener Sehenswürdigkeiten auf Sparflamme gesetzt

Wien
16.12.2025 12:51

Viele Wiener Sehenswürdigkeiten sind eigentlich Außenstellen des Wien Museums. Der Sparkurs der Stadt zwingt das Museum nun, sie im Hinblick auf die Öffnungszeiten auf Sparflamme zu setzen. Vier Standorte werden bis auf Weiteres überhaupt komplett geschlossen.

Nur noch von Anfang Mai bis Ende September können Wiener sowie Gäste aus dem In- und Ausland künftig auf den Spuren der Kaiserin Sisi wandeln, und das nur noch am Wochenende – eine Folge der „von der Stadt Wien beschlossenen Einsparungsmaßnahmen“, wie das Wien Museum nun bekanntgab, die man „so sensibel wie möglich“ umzusetzen versucht habe. Auch neun weitere Außenstellen des Museums sind betroffen.

Johann-Strauss-Wohnung sperrt komplett zu
Ebenfalls nur noch die fünf Monate von Mai bis September werden künftig drei Aushängeschilder von Jugendstil-Architekt Otto Wagner zu besichtigen sein: die Kirche am Steinhof sowie die beiden Stadtbahnpavillons am Karlsplatz und in Hietzing. Das erst im Februar 2024 eröffnete Pratermuseum sperrt nur noch während der Wurstelprater-Hauptsaison von Mitte März bis Ende Oktober auf, und auch nur noch am Wochenende. Auch das Uhrenmuseum stellt auf reinen Wochenendbetrieb um.

Die Johann-Strauss-Wohnung wird komplett gesperrt.
Die Johann-Strauss-Wohnung wird komplett gesperrt.(Bild: Martin A. Jöchl)

Wochenendbetrieb ist aber nur die zweitschlimmste Variante: Franz Schuberts Sterbewohnung kann nur noch bis 1. Jänner besichtigt werden und sperrt dann „temporär“ komplett zu. Im Museum hofft man, zumindest manche Außenstellen in zwei Jahren wieder eröffnen zu können – ansonsten wäre die Erinnerungsstätte für den Komponisten auch im Schubertjahr 2028 geschlossen, in dem an dessen 200. Todestag erinnert wird.

Knapp vorbeigeschrammt an der Schließung im Strauss-Jahr ist dessen Wohnung in der Praterstraße. Am 2. März wird aber auch dort – wie im Haydnhaus und dem Neidhart-Festsaal – alles dicht gemacht. Die Exponate übersiedeln in Depots. Stellen müssen für die Schließungen nicht abgebaut werden, so das Museum. Dabei handelte es sich vor allem um Teilzeitjobs, größtenteils für Studenten. Künftig werden davon weniger gebraucht. Als Erfolg streicht das Museum hervor, dass es trotz klammer Finanzlage gelungen sei, am Gratis-Eintritt für die Dauerausstellung festzuhalten.

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