Fr, 22. Juni 2018

DVD-Rekorder

07.12.2005 11:35

DVD-Rekorder: Darauf solltest du achten

Die Ära von Bandsalat und verschwommenen Aufnahmen scheint endgültig vorbei zu sein. In den Videotheken wandert die gute alte VHS-Kassette zusehend ins Abseits. Die Zukunft gehört den digitalen DVD-Rekordern. Krone.at verrät dir, worauf du beim Kauf eines DVD-Rekorders achten solltest.

Über viele Jahre hinweg leistete die Videokassette gute Dienste. Nach mehrmaligem Überspielen der Aufnahme litt die Qualität des Bandes jedoch beträchtlich. Die Folge: Bandsalat. Seit einigen Jahren gibt es bereits eine Lösung für dieses Problem: einen DVD-Rekorder. Wir sagen dir, wo die Vor- und Nachteile eines DVD-Rekorders liegen und worauf du beim Kauf achten solltest.

DVD oder Harddisc?
Prinzipiell unterscheidet man zwischen zwei Arten von Rekordern. Einerseits gibt es da die reinen DVD-Rekorder, die direkt auf DVD-Rohlinge schreiben, andererseits gibt es da die Harddisc-Rekorder, die auf eine Festplatte aufzeichnen und anschließend DVDs beschreiben können. Ganz allgemein lässt sich sagen, dass ein Rekorder mit Festplatte die bessere Wahl ist.

Vorteile einer Festplatte
Die Vorteile eines Harddisc-Rekorders liegen klar auf der Hand: Einmal beschrieben, lässt sich eine DVD nicht mehr bearbeiten. Bei einer Aufnahme auf die Festplatte, mittlerweile gebräuchlich sind 80 Gigabyte, entfallen nicht nur die auf Dauer teuren DVD-Rohlinge, es bieten sich auch vielfältige Bearbeitungsmöglichkeiten. Aufgenommene Serien oder Filme lassen sich bei Nicht-Gefallen einfach wieder löschen, über die so genannte "Timeshift"-Funktion werden Sendungen zudem zeitversetzt aufgenommen, so dass Werbung erst gar nicht den Filmgenuss stören kann.

A propos Aufnahme: Während bei VHS-Kassetten nur zwischen zwei Modi, nämlich Longplay und Normal, unterschieden werden konnte, so können bei den meisten DVD-Rekordern verschiedene Qualitätsstufen bei der Aufnahme festgelegt werden. Je höher die Qualität, umso mehr Speicherplatz wird benötigt. Allerdings müssen beispielsweise Daily-Soaps, die bereits nach dem Ansehen wieder gelöscht werden, nicht unbedingt mit der größten Auflösung aufgezeichnet werden. Höherwertige Rekorder können schwindendem Festplattenplatz die Qualität der Aufnahme anpassen.

Nie wieder in TV-Zeitschriften blättern
Durch das Zauberwort "EPG" (Electronic Program Guide) wird die Aufnahme zudem extrem leichtert. Bisher blätterte man minutenlang in Fernsehzeitschriften, bis man die gewünschte Sendung ausfindig gemacht hatte. Mittels "EPG" wird das Aufnehmen jedoch zum Kinderspiel: So werden Lieblingsserien beispielsweise automatisch aufgezeichnet, egal wann und wo sie erscheinen. Höherwertige Geräte holen sich ihre ständig aktualisierten Informationen aus dem Internet und können somit viele Tage in die Zukunft blicken, brauchen dann jedoch klarerweise einen Internet-Anschluss.

Viele Formate auf eine DVD brennen
Einmal auf Festplatte aufgenommen, kann der HD-Rekorder in Windeseile DVD-Rohlinge beschreiben. Entscheidend ist hierbei, welche DVD-Formate der Player unterstützt. Leider konnte sich die Industrie noch nicht auf ein einheitliches Format unterstützen. Je mehr Formate ein Rekorder daher unterstützt, umso besser. Leider schlägt sich dieses Kriterium auch im Preis nieder. Natürlich kann ein DVD-Rekorder DVDs nicht nur mit Filmen beschreiben: MP3, Audio-Dateien oder Fotos lassen sich ebenso abspeichern. Voraussetzung: Der Rekorder muss die Formate unterstützen. Neuere Rekorder bieten bereits Einschübe für Speicherkarten von Digitalkameras. Die Bilder lassen sich so einfach und bequem auf die Festplatte oder DVD überspielen.

Nicht unbedingt als DVD-Player geeignet
Einen kleinen Nachteil haben die DVD-Rekorder jedoch (noch). Derweil gelten die Geräte überwiegend als Aufnahme- nicht aber unbedingt als Abspiel-Gerät. Für das Ansehen normaler Fernseh-Aufzeichnungen reichen die Rekorder allemal, wer jedoch hochwertige Qualität für sein Home-Theatre beansprucht, der muss entweder tief in die Tasche greifen oder auf einen konventionellen DVD-Player zurückgreifen. DVI- oder HDMI-Anschlüsse, für die Unterstützung von HDTV, sucht man derzeit noch vergeblich. Ein nicht unwesentliches Kriterium zum Schluss: Achte beim Kauf auf das Lüftergeräusch, um nicht nachträglich unter Lärmbelästigung zu leiden.

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