GUTEN MORGEN

Alaska statt Austria | Lieblingsfeindbild

Alaska statt Austria. Der Einsatz der österreichischen Außenministerin Beate Meinl-Reisinger für Wien als Austragungsort von höchstrangigen Gesprächen zur Beendigung des russischen Krieges gegen die Ukraine hat nicht gefruchtet. Jedenfalls bisher zieht Alaska vor Austria. Kriegs-Zar Wladimir Putin kommt US-Präsident Trump entgegen und besucht ihn am Freitag in „seinem“ nördlichsten Bundesstaat. Dieses Treffen, kommentiert heute Claus Pándi in der „Krone“, besiegle vielleicht schon das Schicksal der Ukraine und wäre „eine Entscheidung über den unaufhaltsamen Abstieg der Europäer in die politische Bedeutungslosigkeit“. Europa werde nicht ernst genommen. Um ernst genommen zu werden, findet Pándi, müsse man sich vor allem einmal selbst ernst nehmen. Und da brauche „keiner mit dem Finger auf andere Länder zu zeigen“. Es reiche ein Blick auf die Lage daheim, so habe sich ja Bundeskanzler Christian Stocker etwa Claudia Plakolm als Europaministerin ausgesucht, der „famose Ex-Finanzminister Magnus Brunner“ wurde zum EU-Kommissar befördert. Die Schlussfolgerung von Pándi: Es brauche sich jetzt keiner zu wundern, „wenn Wladimir Putin und Donald Trump über die EU triumphieren“. Ja, Österreich, ja, Europa macht es Russland, den USA und auch China wirklich leicht.

Lieblingsfeindbild. Das war zu erwarten: Das ORF-Sommergespräch von Montagabend, in dem einander zwei Newcomer gegenüber gesessen waren, wird von vielen Seiten zerzaust. Kritik hagelt es an Interviewer Klaus Webhofer, vernichtend fällt das Urteil vieler an Leonore Gewessler, der neuen Chefin der Grünen aus. Sie hat es bereits als Ministerin geschafft, zum Lieblingsfeindbild einer Mehrheit der Österreicher zu werden. Das setzt sich auch in ihrer neuen Rolle fort – das würde nicht einmal ein glänzender Auftritt Gewesslers entscheidend ändern. Freilich gibt es auch Lob. So heißt es in einem Posting auf meinen gestrigen Newsletter: „Ich weiß gar nicht, wieso Gewessler für viele Österreicher ein rotes Tuch sein soll. Sie ist die einzige aus der letzten Regierung, die in Erinnerung geblieben ist und die etwas, ohne ständig herumzueiern, umgesetzt hat.“ Weit weniger freundlich äußert sich „Krone“-Leserbriefschreiber Heinz-Peter Engertsberger aus Linz, er meint, das Gespräch habe weniger eine Politikerin, die aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat, offenbart, sondern vielmehr eine, „die ihr rhetorisches Handwerkszeug nutzt, um unangenehme Wahrheiten zu umschiffen“. Man dürfe getrost bezweifeln, ob das reicht, um als Oppositionsführerin glaubwürdig und wirksam zu sein. Und „Krone“-Leserin Dr. Christine Sperl aus Wien schreibt, für sie und ihre Bekannten sei Gewessler nicht glaubwürdig. Außer Spesen sei nichts gewesen, den Schaden habe wieder einmal der Steuerzahler. Nein, eine Mehrheit der Österreicher wird Gewessler nie gewinnen können.

Kommen Sie gut durch den Mittwoch!

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