Wollte Sperre umgehen

Video zeigt: US-Marines entern iranischen Tanker

Ausland
20.04.2026 10:55
Porträt von krone.at
Von krone.at

Brenzlige Situation im Golf von Oman: Als ein unter iranischer Flagge fahrendes Frachtschiff die Blockade der Straße von Hormuz umgehen wollte, eröffneten US-Marines das Feuer auf den Tanker und enterten ihn. Ein Video zeigt den spektakulären Einsatz.

US-Präsident teilte am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social mit, dass die Marines das Schiff M/V Touska unter ihre Kontrolle gebracht haben, nachdem sechs Stunden lang mehrere Aufforderungen zum Anhalten ignoriert worden waren.  

„Loch in Maschinenraum gesprengt“
Daraufhin habe der Lenkwaffenzerstörer USS Tripoli „ein Loch in den Maschinenraum gesprengt“, erklärte Trump. Seither befindet sich der Frachter, der vor dem Angriff der Marines mit 17 Knoten durch das Arabische Meer nach Bandar Abbas im Iran unterwegs war, unter US-Kontrolle.

„Wir haben ihr Schiff vollständig in unserer Gewalt und sehen nach, was an Bord ist!“, so Trump in den sozialen Medien. Ein iranischer Militärsprecher sprach hingegen von „bewaffneter Piraterie“.

Ölpreise steigen, Aktienmärkte wanken
Nach der Beschlagnahmung des Frachtschiffs drohten die Mullahs in Teheran mit Vergeltung, weshalb nun die Sorge vor einem Scheitern der Feuerpause zwischen den USA und dem Iran wächst. Außerdem lehnte die iranische Regierung eine neue Verhandlungsrunde in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad ab. Infolgedessen stiegen die Ölpreise an und die Aktienmärkte gerieten ins Wanken.

Es wird eine anhaltende Störung des Schiffsverkehrs im Persischen Golf befürchtet. Auch, weil die USA die Blockade iranischer Häfen aufrechterhalten, während die Regierung in Teheran den Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Straße von Hormuz erneut sperrt. Wie aus Daten des Analysehauses Kpler hervorgeht, passierten Samstagvormittag kurz vor der erneuten Eskalation mehr als 20 Schiffe die Meeresenge.

Nur wenige Stunden später berichtete die britische Seefahrtbehörde von Schüssen, die von iranischen Kanonenbooten aus auf einen Tanker abgefeuert wurden. Auch ein zweites Schiff war betroffen.

Bei einem der beschossenen Schiffe handelt es sich um den indischen Supertanker Sanmar Herald, beladen mit zwei Millionen Barrel Rohöl. Vor dem iranischen Beschuss gab es weder den Versuch, Funkkontakt aufzunehmen, noch eine Warnung.

Straße von Hormuz wieder dicht
Mehrere Schiffe berichteten anschließend von einem Funkspruch der iranischen Marine, in dem die erneute Schließung der Straße von Hormuz bekannt gegeben wurde. „Achtung an alle Schiffe: Wegen des Versäumnisses der US-Regierung, ihre Verpflichtungen in den Verhandlungen zu erfüllen, erklärt der Iran die Straße von Hormuz wieder für vollständig geschlossen“, hieß es in der Durchsage.

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