„Krone“-Kommentar

Alarmcode in Schulen: Frau Koma kommt!

Kolumnen
20.06.2025 13:34
Porträt von Susanne Wiesinger
Von Susanne Wiesinger

So lautete der deutsche Code für „Alarm, hier schießt einer herum“. Auch an österreichischen Schulen wurde nach dem Amoklauf von Winnenden (2009) ein Notfallplan erstellt. Ständiges Läuten der Glocke bedeutete: Klassentüren versperren und sich unter den Tischen verstecken. Nach der schrecklichen Tat von Graz werden diese Übungen an Schulen wieder vermehrt durchgeführt.

Noch wichtiger wäre allerdings mehr Prävention. Wie oft unsere Schüler Ego-Shooter-Spiele spielen und TikTok-Videos schauen, können Lehrer schwer beeinflussen. Was wir sehr wohl können: melden und weiterleiten, sobald ein Kind in dieser Hinsicht auffällt. Extremer sozialer Rückzug und häufiges Fehlen sind meist Alarmsignale. Schulen brauchen hier mehr Unterstützung.

Seit Kurzem gibt es an unserer Schule ein multiprofessionelles Team, das aus zwei Sozialarbeiterinnen und einem Psychologen besteht. In Anspruch nehmen dürfen es nur jene, die das von sich aus möchten. Für Gespräche mit dem Psychologen müssen die Eltern einwilligen. Dort liegt der Hund begraben. Unter Schülern, die tickende Zeitbomben sind, verbergen sich Abgründe. Allerdings entziehen sich Eltern oft allen schulischen Unterstützungsangeboten.

Ja, es kann nur dem geholfen werden, der diese Hilfe auch annimmt. Mit einer Verpflichtung zu beratenden Gesprächen signalisiert die Schule: Wir bemerken, dass bei euch etwas im Argen liegt. Zum Schutz der Mitschüler bleiben wir weiterhin dran.

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