Mehr als sechs Wochen ist es mittlerweile her, dass beim ORF eine Bombe platzte, die Generaldirektor Roland Weißmann mit damals guten Chancen auf Wiederwahl hinwegfegte.
Weißmann, dessen Verhalten juristisch längst noch nicht aufgearbeitet ist, war von den Stiftungsratschefs zum Rückzug gedrängt worden. Seither kommt der ORF nicht mehr aus den Schlagzeilen.
Nicht versiegend wurden die geschäftlichen Verflechtungen der Stiftungsratschefs, des roten Heinz Lederer und des türkisen Gregor Schütze, bekannt – sodass sie sogar vom ORF-Redakteursrat zum Rücktritt aufgefordert wurden.
Tatsächlich sind Lederer und Schütze, in ihren Hauptberufen PR-Berater, nicht zuletzt aufgrund ihrer Interventionen im ORF schwer angeschlagen. Sie sind es aber auch, die für die Neuwahl des ORF-Generals ab Jänner sorgen müssen – bisher plangemäß im heurigen August. Was geschieht nun aber? Heute will man entscheiden, die Wahl des neuen ORF-Chefs für die Periode bis 2031 auf Juni vorzuverlegen.
Wenn sich da nicht der Verdacht aufdrängt, die Politik habe Sorge, „ihr“ Stiftungsrat könnte den Sommer nicht mehr heil erreichen. Und so peitscht man die Generals-Wahl lieber eiligst durch.
Damit tut man weder dem neuen Chef und schon gar nicht dem ORF Gutes. Aber wenn es der Politik um die Verteidigung ihres Einflusses geht, dann gerät das Wohlergehen des öffentlich-rechtlichen Senders, der den Gebührenzahlern gehört, zur Nebensache.
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