Helfer geben nicht auf

Rettungsplan: Wie es mit Wal „Timmy“ weitergeht

Ausland
24.04.2026 08:23
Porträt von krone.at
Von krone.at

Seit dem 31. März steckt Buckelwal „Timmy“ im flachen Wasser vor der deutschen Ostseeinsel Poel in der Wismarbucht fest und kämpft um sein Leben. Mehrere Rettungsversuche sind bisher gescheitert. Doch die Helfer geben nicht auf. 

Am Sonntag oder Montag wollen die privaten Walhelfer „Timmy“ aus seiner Notlage befreien. Bis Samstagfrüh soll dazu eine 110 Meter lange, 10 Meter breite und 2 Meter tiefe Rinne vom Liegeplatz des Wals zum tiefen Fahrwasser geschaffen werden, wie der mit den Baggerarbeiten beauftragte Unternehmer Fred Babbel am Donnerstagabend sagte. 40 Meter seien bereits geschafft, am Freitag sollen demnach weitere 40 Meter folgen.

Wal liegt weiterhin in künstlicher Mulde
Aktuell liegt der zwölf Tonnen schwere Meeressäuger in einer künstlich geschaffenen Kuhle (siehe Livestream unten). Das wurde nötig, weil der Wasserstand in den vergangenen Tagen gesunken ist und das Tier von seinem eigenen Gewicht erdrückt zu werden drohte. Damit der Wal aus der Kuhle in die Rinne gelangen kann, soll er mit einem Netz angehoben werden.

Livestream zum Wal „Timmy“: 

Noch kein grünes Licht von Behörden
Allerdings bekam das Team bisher noch kein grünes Licht vom Umweltministerium für den Plan. Am Konzept müssten noch einige Nacharbeiten stattfinden, sagte Babbel.

  Der rund zwölf Meter lange Wal steckt seit rund drei Wochen in der Kirchsee-Bucht der Insel Poel fest, die sich vor der Küste des norddeutschen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern befindet. Die private Rettungsinitiative, die vom Mediamarkt-Gründer Walter Gunz und von der Unternehmerin Karin Walter-Mommert finanziert wird, will den Wal zurück in den Atlantik bringen.

Per Lastkahn in den Atlantik?
Der neue Plan der Initiative sieht nach Worten eines Team-Mitarbeiters vor, den Buckelwal mit einer sogenannten Barge in den Atlantik zu transportieren. Dabei handelt es sich um einen etwa 15 Meter breiten, absenkbaren Lastkahn, der nicht selbstständig fährt, sondern von Schleppern gezogen wird. Die Barge soll aus dem Hamburger Raum zur Insel Poel gebracht werden.

„Timmy“ ist stark geschwächt
Die zuerst favorisierte Lösung mit Pontons und einer Plane dazwischen war verworfen worden, weil laut Umweltministerium unter anderem die notwendige Zulassung für den Seeverkehr fehlte. Ob der Buckelwal die Rettungsversuche überlebt, ist offen. Experten zufolge ist er stark geschwächt.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung