Eines muss man Trump lassen: Er verheimlicht nicht seine Ahnungslosigkeit. Nach diesem Albtraumwochenende für die Ukraine rätselt er, „was zur Hölle mit Putin los“ sei, zu dem er doch so gute Beziehungen gehabt habe.
Na, was wohl? Nein, Freund Putin ist nicht „verrückt geworden“. Er nutzt die Möglichkeiten, die ihm Trump selbst geschaffen hat. Diese größten Luftangriffe seit Kriegsbeginn gehen einzig und allein auf Trumps MAGA-Kappe.
Seit er im Amt ist, verhängt dieser US-Präsident Sanktionen gegen Gott und die Welt – derzeit die EU –, nur nicht gegen Russland. Mit Putins Reich wollte er hingegen groß ins Geschäft kommen. Nun zeigt sich aber, dass Putin Krieg wichtiger ist als Geschäft. Er führt in der Ukraine einen ideologischen Krieg mit viel größerem Horizont: das Sammeln russischer Erde.
Die Ausdehnung von Macht begann eigentlich schon bei Putins Amtsübernahme von Jelzin. Damals war der Präsident nur noch Herr über Moskau und Umgebung: In den Straßen tobten die Oligarchen-Kriege, und die ganze Ex-Sowjetunion lag im Chaos. Mit der blutigen „Zurückeroberung“ von Tschetschenien und der brutalen Zerstörung der Stadt Groznij kam ein Automatismus ins Rollen. Putin zog die Lehre: Härte um jeden Preis. Denn: „Schwache werden geschlagen.“ Er ist heute ein großrussischer Chauvinist. Es fehlt ihm jeglicher Pragmatismus. Das ist die Erkenntnis aus der neuen Lage.
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