Nun will also die Universitätenkonferenz für ganze 33 Studienrichtungen Latein als Voraussetzung streichen. Darunter neben den meisten Lehramtsfächern auch für Medizin und Rechtswissenschaften.
EINERSEITS beweist die Tatsache, dass viele Studenten ihre Lateinprüfung erst bei Ende des Studiums absolvieren, ja tatsächlich, dass man dieses offenbar auch ohne Latein bewältigen kann.
ANDERERSEITS zeigt beispielsweise das Jus-Studium, wie unverzichtbar Latein und die damit verbundenen Kenntnisse der römischen Geschichte für ein tieferes Verständnis des Faches sind. Nahezu alle Grundprinzipien unseres Rechtssystems kommen bekanntlich aus dem Römischen Recht. Und ähnlich verhält es sich mit der Medizin, stammen die Wurzeln unserer Heilkunst doch aus der Antike. Und überhaupt sollte Latein als tausendjährige Sprache der abendländischen Wissenschaft zu jeder akademischen Bildung gehören.
Aber richtig ist zweifellos, dass akademische Fachidioten auch ohne Latein auskommen. Allerdings könnte man meinen, dass diese auch ohne Grundkenntnisse des Lesens und Schreibens auskommen würden. Das übernimmt ja nun leichterdings die KI. Und Kenntnisse der Mathematik wären im Zeitalter des Computers ja völlig sinnlos. Ganz im Sinne unseres (Un-)Bildungsministers Christoph Wiederkehr, dem eine sechsjährige Volksschule offenbar reichen würde.
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