Unfall mit Munition?
Vier Tote bei Feuer auf Militärbasis in Kanada
Bei einem Brand auf einem Militärstützpunkt in Kanada sind vier Menschen ums Leben gekommen. Dutzende hätten schwere Verletzungen erlitten, sagte Premierminister Mark Carney. Ein „heftiges, schnell rasendes Feuer“ habe sich auf dem Stützpunkt Wainwright ausgebreitet.
Verteidigungsminister David McGuinty hatte zuvor von einem „sehr tragischen Vorfall“ mit Toten und Verletzten gesprochen, aber keine Opferzahlen genannt. Man arbeite daran zu klären, was genau auf dem Stützpunkt passiert sei, sagte er. Die örtlichen Behörden teilten mit, das Feuer habe sich aufgrund starker Winde auch über den Militärstützpunkt hinaus ausgebreitet. Inzwischen sei es aber unter Kontrolle.
Die Nachrichtenplattform „Global News“ berichtete, dass Soldatinnen und Soldaten bei einer Übung mit scharfer Munition eine Gasleitung oder einen Gasbrunnen getroffen hätten. Das habe zu einer Explosion geführt. Die Plattform bezog sich dabei auf Quellen innerhalb der kanadischen Streitkräfte.
Hier sehen Sie Aufnahmen von dem Militärstützpunkt:
Krankenhäuser überlastet
Die Polizeidienststelle der Royal Canadian Mounted Police (RCMP) in Wainwright teilte mit, dass ihre Einsatzkräfte am Samstag gegen 16 Uhr (Ortszeit) zu dem Stützpunkt gerufen worden seien. Vor Ort waren Angehörige des Militärs und zivile Rettungskräfte.
Das Personal von Krankenhäusern in Edmonton rief den sogenannten Code Orange aus, ein Notfallprotokoll für Ereignisse mit einer hohen Verletztenzahl. Die Krankenhäuser würden an die Kapazitätsgrenzen stoßen, berichtete der Sender Canadian Broadcasting Corporation.
Wainwright ist einer der am stärksten frequentierten Armeestützpunkte Kanadas. Dort gibt es ein Ausbildungszentrum, in dem Streitkräfte auf realistische Bedingungen für Gefechte vorbereitet werden sollen. Seit 2005 starben bei Übungen vier Streitkräfte.

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