Die Kritik an vielen Konzernen, die in Österreich Geschäfte machen, ist vielfältig und teils heftig. Sie würden zwar absahnen, aber nur minimal Steuern zahlen, lautet der Vorwurf. Das gewerkschaftsnahe Momentum-Institut schätzt, dass Österreich dadurch eine Milliarde an Steuern entgeht, Konzerne wie z.B. Starbucks würden -- trotz zweistelligem Millionenumsatz – „lächerliche 1000 Euro“ zahlen.
Aber es geht auch anders. So nämlich wie es Red Bull macht. Dem Firmengründer Didi Mateschitz durfte ich vor vielen Jahren zum Spitzenplatz beim GEWINN-Jungunternehmer-Wettbewerb gratulieren, später noch einmal zum Exportpreis – heute hat sein Sohn mit einem Partner in Thailand ein Unternehmen, das mit 21.924 Mitarbeitern einen Umsatz von 12,2 Milliarden Euro erzielt.
Der Konzerngewinn lag bei 1,84 Milliarden. Gratulation! Und was macht ein Konzern üblicherweise in so einer Situation? Man versucht eine Steueroase zu finden, wo man möglichst viel vom Gewinn vor dem Fiskus „retten“ kann. Berater aus aller Welt stehen parat, um Tipps zu liefern.
Was aber macht Mateschitz junior, ganz im Sinne seines Vaters? Red Bull ist der größte private Steuerzahler in Österreich mit insgesamt 587 Millionen Euro im Jahr. Und Red Bull investiert darüber hinaus eifrig in Österreich, vom Sponsoring ganz zu schweigen.
Respekt für diese Haltung, Red Bull könnte als Vorbild auch anderen Flügel verleihen …
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