GUTEN MORGEN

Stockers kluger Spruch | Tibetischer Buddha

Stockers kluger Spruch. Gesehen und gehört haben die Österreicher ihren neuen Bundeskanzler mittlerweile ja schon recht oft. Sie wissen mehr oder weniger, was er als Chef der dreifarbigen Regierung vorhat. Aber wer ist Christian Stocker wirklich? Wie tickt dieser Mann? Dem geht Conny Bischofberger im ersten großen „Persönlich“-Interview (in der Sonntags-„Krone“ und auf krone.at) mit dem neuen Bundeskanzler auf den Grund – und sie bemerkt dabei gleich, was auf seinem Arm tickt: eine wertvolle Rolex Explorer mit orangem Zeitzonen-Zeiger… Der Anwalt aus Wiener Neustadt, der spätberufen in der Spitzenpolitik Karriere macht, weiß, dass die Position des Regierungschefs für ihn noch Anfang des Jahres ausgeschlossen gewesen war. Aber im politischen Leben seien eben Dinge nicht planbar, so begleite ihn ein Spruch: „Fange nie an aufzuhören, höre nie auf anzufangen.“ Klug.

Tibetischer Buddha. Immer wieder scheint im Interview Stockers Ruhe und Gelassenheit durch. Beleidigungen seines Ex-Verhandlungspartners Herbert Kickl, der etwa in seiner Aschermittwochsrede gesagt hatte, „wir haben einen Kanzler ohne Haare, ohne Hals und ohne Wähler“, kränken ihn „gar nicht“, wie er versichert. Was man einmal über Christian Stocker sagen soll, will Bischofberger von ihm wissen. Er habe erreicht, „was damals möglich war – und vielleicht ein Quäntchen mehr“. Und was sagt Kollegin Bischofberger nach dem Interview selbst über den neuen Bundeskanzler? „Er argumentiert mit der stoischen Gelassenheit eines tibetischen Buddhas.“ In so wild bewegten Zeiten wie diesen kann so einer an der Spitze dem Land ganz guttun.

 

 

Kommen Sie gut durch den Sonntag!

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