Bekommt er Asyl?

Ecuador und Russland beraten über Snowden

Web
29.06.2013 11:58
Fast eine Woche nach der spektakulären Flucht des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden nach Moskau könnte nach Informationen des russischen Fernsehens Bewegung in den Fall kommen. Die Behörden von Ecuador, bei denen Snowden Asyl beantragt hat, würden mit Russland über das Schicksal des 30-Jährigen verhandeln, berichtete ein Staatssender am Samstag. Außenminister Ricardo Patino habe sich persönlich in die Gespräche eingeschaltet.

Der Andenstaat hatte betont, Snowden müsse auf dem Boden Ecuadors sein, um als Flüchtling anerkannt zu werden. Nach Meinung von Experten könnte das auch die Botschaft des südamerikanischen Landes in Moskau sein. Dafür müsste der US-Bürger, der sich seit vergangenem Sonntag im Transitbereich des Moskauer Flughafens Scheremetjewo (Bild) aufhält, aber die russische Grenze übertreten. Die US-Behörden haben allerdings Snowdens Reisepass annulliert. Die USA fordern von Russland die Auslieferung des "Verräters", der aus Hongkong anreiste.

Der russische Außenpolitiker Alexej Puschkow nannte den Fall "tragisch". Snowden habe "als Idealist" offenbar davon geträumt, dass die Demokratie nach seinen Enthüllungen triumphieren werde, schrieb der Chef des Auswärtigen Ausschusses in der Staatsduma auf seiner Twitter-Seite. "Aber das Leben und die USA sind härter als ein Hollywood-Film."

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