Wie das britische IT-Portal "The Register" berichtet, werde der neue heiße Draht die für Cybersicherheit zuständigen Mitarbeiter des Weißen Hauses direkt mit jenen des Kreml verbinden. Das Ziel der Leitung: Informationen über "Krisensituationen, die aus einem IT-Sicherheitszwischenfall entstehen" schnell an das jeweils andere Land weiterzuleiten und die Gegenmaßnahmen zu koordinieren.
Die Direktverbindung zwischen Washington und Moskau soll in die bereits bestehenden Leitungen integriert werden, so die Website. Eines der Gesprächsthemen, die Ost und West aller Voraussicht nach über die Leitung diskutieren werden, dürften Hackerangriffe aus dem Reich der Mitte sein, mutmaßt die Website. Kein Wunder, sollen chinesische Hacker einem Report des Sicherheitsunternehmens Akamai zufolge doch im letzten Quartal des Vorjahres für rund 40 Prozent aller weltweiten Cyberattacken verantwortlich gewesen sein.
USA und Russland teilen nicht-geheime Infos
Aus dem Weißen Haus heißt es, der heiße Draht in den Kreml spiele eine wichtige Rolle dabei, auf "nationale Sicherheitskrisen, mit denen wir international konfrontiert sind" zu reagieren. Die Armeen beider Länder würden die Vorgänge im Web genau beobachten und nicht-geheime Informationen teilen, um die Bedrohungsszenarien besser einschätzen zu können.
Neben der Direktverbindung beider Länder soll zudem ein bilaterales Team gegründet werden, das sich der Analyse von IT-Bedrohungen widmen und "konkrete gemeinsame Gegenmaßnahmen" erarbeiten soll. Außerdem werde die US-Eingreiftruppe gegen Cyberangriffe, US-CERT, künftig verstärkt mit ihrem russischen Pendant zusammenarbeiten. Diese beiden Behörden werden laufend technische Informationen über Malware austauschen, heißt es.
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