Fünf Millionen Websites, darunter Facebook, werden von Teheran als unmoralisch betrachtet und blockiert. Doch Iraner umgehen die Zensur mit technischen Mitteln. Schätzungen zufolge hat Facebook mehr als 17 Millionen Nutzer in dem Land. Ob die von der iranischen Internet-Polizei genannten Zahlen zur Scheidungsrate der Wahrheit entsprechen, ist fraglich, ganz abwegig scheint der Vorwurf allerdings nicht zu sein.
Bereits 2009 hatte eine britische Anwaltskanzlei davon berichtet (siehe Infobox), dass mittlerweile in jeder fünften Ehetrennung ein ausufernder Facebook-Flirt als Scheidungsgrund angegeben werde. Ein Wert, der damals auch von der Online-Scheidungsplattform "Divorce Online" bestätigt wurde: "Die gängigste Ursache scheinen Leute zu sein, die unangemessen über Sex mit Leuten chatten, mit denen sie es eigentlich nicht tun sollten", so der Geschäftsführer der Plattform. Auch seine Firma könne jede fünfte Scheidung ursächlich mit Facebook verknüpfen, hieß es.
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