E-Scooter sind im Vorjahr österreichweit an 1762 Verkehrsunfällen beteiligt gewesen, dabei wurden 1607 Nutzer verletzt und drei Menschen getötet. Das berichtete der ÖAMTC unter Berufung auf Daten von Statistik Austria.
E-Scooter werden im urbanen Bereich als Ergänzung der Mikromobilität viel genutzt, die Gefahren würden aber oft unterschätzt, warnte der Club. Die häufigsten Ursachen für Unfälle mit E-Scooter-Beteiligung waren Vorrangverletzungen (28 Prozent) sowie Unachtsamkeit/Ablenkung (23 Prozent).
Auffällig sei jedoch der im Vergleich zu anderen Mobilitätsformen große Anteil an Unfällen aufgrund von Missachtung von Ge- und Verboten (20 Prozent) sowie Alkohol-, Drogen- oder Medikamenteneinfluss (zwölf Prozent).
„Die differenzierte Untersuchung von Unfällen mit E-Scootern zeigt vor allem zwei Problemfelder auf: fehlende Fahrfertigkeiten sowie zu niedriges Risikobewusstsein und, damit verbunden, das Fahren unter Alkohol-, Drogen- oder Medikamenteneinfluss“, analysierte ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé.
Burgenland: 16
Vorarlberg: 99
Kärnten: 113
Tirol: 137
Salzburg: 149
Steiermark: 216
Oberösterreich: 248
Niederösterreich: 263
Wien: 521
Österreich gesamt: 1762
Spezielle Fahrdynamik
Die Fahrdynamik von E-Scootern ist sehr speziell, betonte der ÖAMTC. Daher sei es wichtig, vor der ersten Fahrt im Straßenverkehr in einem geschützten Bereich zu üben. „Das gilt auch für Leih-Scooter“, so Nosé. Dringend geraten wird zum Tragen eines Helms.
Auch bei diesem Fortbewegungsmittel gilt zudem die Devise „Don‘t drink and drive“ und die Einhaltung der Verkehrsregeln: Bei E-Kleintretrollern, die nach §88b StVO einzuordnen sind, gelten die Verhaltensbestimmungen für das Fahrrad im Sinne der StVO.
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