Österreichs 99-facher Basketball-Teamspieler Rasid Mahalbasic (BC Vienna) wurde zum rot-weiß-roten Erstliga-„MVP“ gekürt – mit 35 Jahren. In der 2. Liga wurde Shawn Ray (Wörthersee Piraten) zum generell besten Akteur geehrt – mit ganzen 46 Jahren! Und deshalb holt Mahalbasic zum Rundumschlag aus. . .
Der 35-jährige Rasid Mahalbasic (BC Vienna) wurde in der 1. Basketball-Liga zum österreichischen „MVP“ gekürt. In der 2. Liga lacht Shawn Ray von den Wörthersee Piraten als generell bester Spieler vom Thron – mit ganzen 46 Jahren!
„Da läuft was falsch in der Liga“
Grund zur Freude, oder? Nicht beim Klagenfurter Mahalbasic! Der 99-fache Nationalspieler holt stattdessen zum Rundumschlag aus. „Traurig! Wenn wir alten Säcke die Besten sind, läuft was falsch in der Liga! Aber das hinterfragt halt keiner. Ich würde mich freuen, wenn ein jüngerer Österreicher gewonnen hätte – aber es kommt halt nichts nach“, ärgert sich Mahalbasic, der am heutigen Donnerstag mit Vienna im dritten Semifinal-Spiel (Stand 1:1 in der „Best of 5“-Serie) auf Oberwart trifft.
„Lieber ein Müller als ein Mahalbasic!“
„Ich bin in meinem Team einer der wenigen, die der deutschen Sprache mächtig sind. In der Liga spielen generell zu viele Legionäre. Man zahlt lieber denen, statt in die eigene Jugend zu investieren. Und so wird dann Basketball so interessant wie Schach. Ich bin zwar ein echter Kärntner, aber ich heiße Mahalbasic – der Österreich-Fan würde sich mehr über einen Müller oder Maier als MVP freuen. Aber da fehlt die Identifikation mit dem Basketball-Sport. Einen ,ic’ wird man hingegen nie beim ÖSV die Pisten runterfahren sehen!“, sagt der Center.
Vor Nationalteam-Comeback!
Wie seine Zukunft aussieht? „Vielleicht schreibt die Krone noch in zwölf Jahren über mich als MVP. Nein, ernsthaft – ich wurde gefragt, ob ich mein Comeback im Nationalteam geben würde. Ich glaube, ich mache es. Ich kann den Basketball hierzulande nicht im Stich lassen!“
„Schauen lieber TikTok“
Klagenfurts Shawn Ray hingegen wurde von den Kapitänen und Klubverantwortlichen bereits zum dritten Mal in den letzten vier Jahren zum Topspieler der Saison gekürt. Sein Coach Andi Kuttnig pflichtet Mahalbasic bei: „Ray ist ein Vorzeigeprofi, der auch keinen Grund hat, aufzuhören. Das Bittere: Die Jungen schauen lieber TikTok-Videos statt ihm zuzusehen!“
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