Kommt jetzt 'Skynet'?

Roboter können ab sofort “Cloud-Hirn” um Rat fragen

Elektronik
08.03.2013 14:18
Das Projekt "Rapyuta", das von Wissenschaftlern aus ganz Europa realisiert wurde und Robotern als Anlaufstelle dienen soll, wenn sie nicht mehr weiter "wissen", ist jetzt online. Es handelt sich um eine Internet-Cloud, die einerseits als Datenbank fungiert, in der Roboter Informationen zu bislang unbekannten Objekten vorfinden, andererseits auch als Cloud-Supercomputer dient, an den Roboter ihre Berechnungen auslagern können.

Wie die britische TV-Anstalt BBC berichtet, ist der erste Teil der Internet-Datenbank "Rapyuta" online. Das Ziel ist es, Roboter mobiler und billiger zu machen, weil sie nicht mehr die gesamte benötigte Rechenpower mit sich herumtragen müssen.

Die "Rapyuta"-Datenbank ist Teil des europäischen Projekts "Robo Earth", das seit 2011 existiert und zum Ziel hat, Robotern einen standardisierten Weg anzubieten, um die menschliche Welt zu erfassen. Der Plan der Wissenschaftler ist, dass Roboter, die in einer Situation nicht mehr weiter wissen, etwa, weil sie auf ein bislang unbekanntes Objekt treffen, in der Online-Datenbank um Rat fragen oder Berechnungen, die beispielsweise für die Navigation, bestimmte Tätigkeiten oder zum Verständnis menschlicher Sprache nötig sind, online ausführen lassen.

Das System sei insbesondere für Drohnen und generell für mobile Roboter interessant, die ständig auf neue Objekte treffen und viel Rechenpower benötigen, heißt es. Neben der Datenbank, die mittlerweile online ist, haben die beteiligten Wissenschaftler eine Software geschrieben, über die Roboter auf die Cloud zugreifen können. Der Name "Rapyuta" kommt übrigens aus dem japanischen Film "Das Schloss im Himmel", wo der Platz, an dem alle Roboter leben, diese Bezeichnung trägt.

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