Aufgrund der Hochwasserereignisse der vergangenen Monate haben im Burgenland Investitionen in den Katastrophenschutz weiter Priorität. Zugleich wird auch auf organisatorischer Ebene vorgesorgt.
Bei den jüngsten Unwettern kam das Burgenland verglichen mit anderen Bundesländern glimpflich davon. Allerdings ist die Hochwasserkatastrophe vom vergangenen Juni im Bezirk Oberwart immer noch allgegenwärtig. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) will deshalb drei Themenbereiche vorrangig behandeln, um ein „starkes Auffangnetz bei Naturkatastrophen“ sicherzustellen.
Der Katastrophenschutz hat für uns weiterhin Priorität. Darauf können sich die Burgenländer verlassen.
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ)
Investitionen in Katastrophenschutz und Feuerwehren
So läuft ein im Vorjahr gestartetes Investitionsprogramm für den Katastrophenschutz, mit dem vor allem der Ankauf spezieller Geräte und Fahrzeuge wie Wechsellader der Freiwilligen Feuerwehren finanziert wird, bis 2027 weiter. „Wir haben bei den Verhandlungen zum Budget 2025 bereits außer Streit gestellt, dass wir bei der vollen Investitionshöhe bleiben“, berichtet Doskozil. Insgesamt macht dieses Programm 20 Millionen Euro aus.
Bauabteilung als Einsatztruppe
Die Bauabteilung des Landes mit der Straßenverwaltung wird außerdem um die Kompetenz Katastrophenschutz erweitert. Die Mitarbeiter werden zusätzlich dafür geschult. Verfügbares Gerät für Räumarbeiten kann so rasch bereitgestellt werden. Mitarbeiter der Straßenbauabteilung werden, wie den Juni-Hochwässern, bei der Beseitigung der Schäden eingesetzt. „Das wird in Zukunft ein gewohntes Bild sein“, verspricht der Landeschef.
Höhere Hochwasserhilfe
Bei der finanziellen Hilfe für Hochwasser-Opfer arbeitet die neu formierte Abteilungsstruktur auf Hochtouren. Die neu geschaffene Richtlinie für höhere Entschädigungen wurde auch auf die jüngsten Ereignisse ausgeweitet. „Was das Juni-Hochwasser betrifft, wurden mittlerweile Entschädigungen von rund 5,5 Millionen Euro ausbezahlt bzw. zur Auszahlung vorbereitet“, so Doskozil. Man rechne insgesamt mit rund 10 Millionen Euro. Das Burgenland würde damit bei Entschädigungen weiter als andere Bundesländer gehen.
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