Vorsichtige Entwarnung gibt es an der Leitha im Bezirk Neusiedl. Die Wehren sind immer noch in Alarmbereitschaft, Sandsäcke liegen auf Reserve. Die Situation dürfte sich aber entspannen.
Herrschte am Mittwoch in Zurndorf und Nickelsdorf noch hektische Betriebsamkeit, beruhigt sich die Lage mittlerweile. Man stehe immer noch „Gewehr bei Fuß“, aber traue sich doch schon ein wenig durchzuatmen, meint Bezirksfeuerwehrkommandant Anton Kandelsdorfer. Insgesamt waren am Mittwoch knapp 300 Feuerwehrmitglieder im Einsatz, die in Zurndorf und in Nickelsdorf Sandsäcke füllten und die Dämme verstärkten. Insgesamt hat man bereits rund 20.000 Sandsäcke verbaut. Mehr als 100 Paletten mit gefüllten Sandsäcken stehen in Reserve.
Brücke auch noch weiterhin gesperrt
Am Donnerstag zeigte sich ein erfreuliches Bild. Im nahen niederösterreichischen Deutsch Haslau wurde der höchste Pegelstand erreicht. Die Gemeinde ist nur durch eine Brücke vom burgenländischen Potzneusiedl getrennt. Diese Brücke ist seit Dienstag gesperrt und wird das wahrscheinlich auch noch bleiben. „Wir sind noch bei einem Pegelstand von 5,20 Metern“, weiß Bürgermeister Franz Werdenich. Erst wenn das Wasser unter fünf Meter gefallen ist, kann die Verbindung wieder aufgemacht werden. In Bruckneudorf fällt der Pegel bereits merklich ab, die Sandsackbarriere hält. In Gattendorf wurde am Mittwoch vom Bundesheer eine Verklausung gelöst. Es gibt nur kleinräumige Überflutungen.
Damm auf zwei Kilometern undicht
In Zurndorf wurden Felder überflutet, dorfseitig ist aber alles trocken. Die Brücke in der Leithagasse ist wegen des hohen Wasserstandes trotzdem noch gesperrt. In Nickelsdorf ist der Damm auf rund zwei Kilometern undicht. Das Straßenbauamt arbeitet hier an der Verstärkung, während ein Zug des Katastrophenhilfsdienstes des Bezirksfeuerwehrkommandos Eisenstadt-Umgebung die Kläranlage Nickelsdorf mit Sandsackbarrieren sicherte.
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