Für die Studie wurden in einem Zeitraum von zehn Tagen 1.000 Personen online befragt. Gründe für den Online-Kauf sind vorwiegend der bequeme Zugang sowie der Preis. Im Durchschnitt werden auf legalem Weg pro Monat rund acht Songs heruntergeladen und 3,46 Euro ausgegeben, wobei die Konsumenten am häufigsten auf die Angebote von iTunes und Amazon zurückgreifen.
Getrübt werden diese Zahlen von der "Gratis-Mentalität": 1,1 Millionen Personen beziehen Musik über Filesharing-Netzwerke. Deutlich mehr, nämlich 1,9 Millionen, nutzen Software, um Songs von YouTube oder Internetradios aufzunehmen. Im Schnitt werden somit fast zehn Songs pro Monat bezogen, ohne dafür zu bezahlen.
Festplattenabgabe "begründet, notwendig und überfällig"
Für IFPI-Geschäftsführer Franz Medwenitsch zeigt sich dadurch, dass das legale Online-Angebot stimme, illegale Downloads das Wachstum hier allerdings schwächen würden. "Es ist höchste Zeit, dass Online-Plattformen wie YouTube und Co. nicht nur von Musik und Filmen wirtschaftlich profitieren, sondern für diese Inhalte auch entsprechend bezahlen."
Deshalb fordert IFPI Austria die Einführung einer Festplattenabgabe, findet doch bei drei Viertel aller Downloader die Musik ihren Weg auf diese Speichermedien. "Die Einführung ist begründet, notwendig und überfällig."
Filmwirtschaft fordert Vorschläge für Urheberrecht
In eine ähnliche Kerbe schlägt die heimische Filmwirtschaft. Angesichts der Ablehnung einer Festplattenabgabe seitens der Plattform "Modernes Urheberrecht", zu der sich IT-Unternehmen und der Handel zusammengeschlossen haben, fordert der Verein Film Austria in einer Aussendung konkrete Vorschläge "für die Fortentwicklung des Urheberrechts".
Die kürzlich von der Plattform geäußerte Forderung nach einem Urhebervertragsrecht wird als Vernebelungsstrategie bezeichnet, um das eigentliche Ziel, nämlich "eine Verzögerung und letztlich Verhinderung der für die Künstler essenziellen Weiterentwicklung der Leerkassettenvergütung in Richtung moderner Speichermedien" zu erreichen, wird Filmproduzent Veit Heiduschka zitiert.
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