Keinem Thriller-Autor, keinem Netflix-Regisseur hätte ein perfekteres Drama über den amerikanischen Wahlkampf einfallen können. Sollte Donald Trump nicht noch wegen einer Big-Mac-Orgie k. o. gehen, wird er also bald wieder erster Ansprechpartner in Washington.
Das sollte für Österreichs Politiker kein Problem sein. Vom roten Heinz Fischer über die Blauen bis zur Wirtschaftskammer wollten auch immer alle Putin als Freund haben. Österreichs Politik kennt fast keine Berührungsängste. „So sind wir eben nicht“, würde Bundespräsident Van der Bellen vielleicht sagen.
Bei Trump haben allerdings die Freiheitlichen die Nase vorne. Anschmiegsam wie sie sind, reiste schon im Dezember eine FPÖ-Delegation im Schlepptau von Europas rechter Elite zu einer Spendengala für Trump in einem New Yorker Luxushotel. Die Kontakte für die Zukunft sind gelegt.
Und wenn auch offiziell derzeit politisch nicht aktiv: Sebastian Kurz wäre der Verbindungsmann der ÖVP in das Lager von Donald Trump. Als Kanzler kehrte er von einem Besuch bei Trump in Washington mit glänzenden Augen zurück, und er pflegt seine Freundschaft mit Jared Kushner, dem Schwiegersohn des ehemaligen und nach Lage der Dinge wohl auch nächsten Präsidenten der USA.
Mit den freiheitlichen Trump-Fans und einem Teil des früheren Regierungsteams von Sebastian Kurz wäre Österreichs transatlantische Brücke in das Amerika unter Donald Trump geschlagen.
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