15-Jährige im Fokus

Über dem Salzburgring weht ein Hauch von Formel 1

Motorsport
28.05.2026 19:27

Ella Häkkinen (15) muss am Wochenende am Salzburgring ihre nächste Talentprobe ablegen. Die Tochter des zweifachen F1-Weltmeisters Mika tauschte erst vor wenigen Jahren eine Pferdestärke gegen mehr PS ein. Bei McLaren tritt sie bereits in erste Fußstapfens ihres Vaters.

An Österreich hat Familie Häkkinen gute Erinnerungen. Zweimal gewann Mika den Formel-1-Grand-Prix in Spielberg (1998 und 2000), wo Tochter Ella (15) vor sieben Wochen ihr Debüt im Formelsport gab. Ab Freitag rast die junge Finnin über den Salzburgring, fährt bei der „Rundstrecken-Trophy“ die vier Rennen der zentraleuropäischen Formel 4.

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Eigentlich habe ich recht professionell Reitsport betrieben. Bis ich zum ersten Mal ins Kart gestiegen bin.

Ella Häkkinen

„Dabei habe ich erst vor vier Jahren mit dem Kartfahren begonnen“, erklärte sie vor wenigen Tagen der „Krone“. „Mein Vater ist aber nicht dafür verantwortlich, dass es mich in den Rennsport gezogen hat. Eigentlich habe ich recht professionell Reitsport betrieben. Bis ich zum ersten Mal ins Kart gestiegen bin.“

Im „Papaya“ der Weltmeister
Schon war eine Pferdestärke eingetauscht – gegen nunmehr 200 PS, die ihren 570 Kilo schweren Boliden über den Salzburgring treiben werden. „Eine schöne Strecke mitten in der Natur. Und ich mag auch des Essen hier sehr!“ Ob da der Ernährungsplan ins Wanken gerät? Seit dem Vorjahr ist Ella Mitglied der McLaren-Akademie, trägt das „Papaya-Orange“ der F1-Weltmeister auf Overall und Auto.

„Wir haben im Zuge der Akademie gute Betreuung und immer wieder Camps – mal mit körperlichen Schwerpunkt, mal über den Umgang mit Medien.“ Regelmäßig ist die 15-Jährige daher auch in der McLaren-Zentrale in Woking, wo Papa Mika bis heute eine Legende ist. „Es ist toll, erste Schritte in seinen Fußstapen machen zu können.“ Wo auch immer diese noch hinführen mögen.

Professionelles Umfeld
Mit der Rückendeckung des prominenten Vaters fehlt es Ella an nichts. Seit Ende 2024 arbeitet sie mit einem Coach von „Hintsa Performance“ zusammen – jener Organisation, bei der auch viele aktuelle Formel-1-Fahrer ihre Trainer beziehen. 

Zudem besucht die junge Finnin eine Online-Schule. „Die ist speziell auf junge Sportler ausgelegt, wo Prüfungen, Hausübungen und der Stundenplan entsprechend auf deine eigenen Termine ausgelegt sind“, verrät sie und wirkt im Video-Interview mit der „Krone“ dann doch wie eine ganz normale Schülerin: „Ich hatte vorhin einen Bilogie-Test. Derzeit ist Prüfungsphase, wirklich mögen kann man diese Zeit nicht.“ Von Freitag bis Sonntag gilt Ellas ganzer Fokus aber wieder dem geliebten Rennsport.

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