So, 23. September 2018

"Entgegenkommen"

19.10.2012 11:34

"3": EU fordert Zugeständnisse für Kauf von Orange

Der Mobilfunkbetreiber Hutchison 3G ("3") muss für die geplante Übernahme seines Konkurrenten Orange der EU-Kommission entgegenkommen. EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia erneuerte am Donnerstag seine Bedenken gegen die geplante Fusion, mit der die Zahl der Mobilfunkanbieter in Österreich von bisher vier auf drei sinken würde. Die Gegenleistungen müssten struktureller Art sein, sagte Almunia mit Blick auf Hutchison. Als Beispiel nannte der Kommissar den Verkauf von Frequenzen.

Der in Hongkong ansässige Mobilfunkkonzern Hutchison versucht bereits seit längerem, die EU-Kartellwächter von der geplanten 1,3 Milliarden Euro schweren Übernahme zu überzeugen. Die Wettbewerbshüter befürchten durch die Übernahme von Orange jedoch höhere Preise für den Konsumenten auf dem heiß umkämpften Markt.

"Wir sagen dazu nichts", hieß es seitens "3" am Freitag zu den jüngsten Äußerungen Almunias. Auch, ob der von dem Wettbewerbskommissar als Beispiel genannte Verkauf von Frequenzen für "3" infrage käme, um die Übernahme unter Dach und Fach zu bringen, wollte eine Sprecherin des Mobilfunkanbieters nicht kommentieren.

Hutchison hatte bereits angeboten, sein "3"-Mobilfunknetz für virtuelle Anbieter zu öffnen - Anfang Oktober wurde ein entsprechender Deal mit dem Internetanbieter UPC unterzeichnet. Bedingung: Die Orange-Übernahme muss durchgehen.

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