Eine zentrale Ursache für die trübe Stimmung in der dunklen Jahreszeit ist der Mangel an natürlichem Tageslicht. Dieses wird benötigt, um das Gute-Laune-Hormon Serotonin zu bilden. Außerdem drosselt es die Produktion des Schlaf-Hormons Melatonin, damit wir uns tagsüber wach und fit fühlen. Nachts, wenn es dunkel ist, schüttet der Körper dagegen mehr Melatonin aus, sodass wir müde werden. Im Herbst und Winter geschieht dies auch tagsüber, und prompt werden wir schläfrig und antriebslos. Bei manchen Menschen kommt noch Heißhunger auf etwas Süßes hinzu – ebenfalls eine Folge des hohen Melatonin-Spiegels.
Bring Licht in den Tag!
Aber keine Sorge, du musst nicht trübsinnig zu Hause sitzen und auf den Frühling warten. Das Rezept zur guten Laune ist nämlich ganz einfach: Bring – im wahrsten Sinne des Wortes – Licht in den Tag! Und zwar Tageslicht, denn das hebt die Stimmung und weckt die Lebensgeister. Also her mit dem Mantel und ab nach draußen – auch wenn der Himmel grau verhangen ist. Denn sogar an einem bewölkten Wintertag tankst du so fast zehnmal mehr Licht als daheim auf der Couch, selbst wenn du dort alle Lampen einschalten würdest.
Auch im Büroalltag gibt es keine Ausrede! Geh am besten jeden Tag in der Mittagspause für einen kleinen Spaziergang an die frische Luft. Das Gute daran: Nach ein paar Tagen wird daraus eine Gewohnheit, die sich leichter beibehalten lässt. Wenn das Tageslicht nicht mehr ausreicht, kann auch eine sogenannte Lichttherapie helfen.
Bunte Farben gegen trübe Stimmung
Wenn draußen alles grau in grau erscheint, färbt das auch auf die Laune ab, denn Farben haben einen direkten Einfluss auf die Seele – und damit auch auf die Stimmung. Dieser Zusammenhang ist schon seit Jahrhunderten unter dem Begriff "Farbenlehre" bekannt.
Die Erkenntnis, dass jede Farbe eine eigene Wirkung hat, kann man sich jedoch genauso gut gegen den Herbstblues zunutze machen. Vor allem Rot-, Orange- und Gelbtöne wirken aktivierend und stimmungsaufhellend. Rosa hilft gegen das Gefühl innerer Leere. Oft reicht es schon, ganz bewusst einige Farbtupfer ins Leben zu bringen - einen neuen Pullover in einer fröhlichen Farbe, leuchtend bunte Sofakissen oder ein farbenfrohes Frühstücksgedeck.
Pflanzenkraft für gute Laune
Hilfreich gegen den Herbst- und Winterblues sind auch Präparate, die auf die Kraft der Pflanzen bauen: Johanniskraut etwa wirkt sich positiv auf mehrere wichtige Botenstoffe, wie etwa das stimmungsaufhellende Serotonin, aus. die Wirkstoffe aus der Passionsblume lindern seelische Verstimmungen. Bachblüten können deine Gemütslage stabilisieren, damit die trübe Stimmung erst gar keine Chance hat.
Vitaminmangel ausgleichen
Schuld an der gedrückten Stimmung kann auch ein Mangel an wichtigen Vitaminen sein, z.B. Vitamin D oder Vitamin B12.
Normalerweise wird Vitamin D vom Körper gebildet, wenn Sonnenlicht auf unsere Haut fällt. Genau das ist jedoch im Herbst und Winter ein Problem. Daher entwickeln viele Menschen in der dunklen Jahreszeit einen Vitamin-D-Mangel, der unter anderem zu depressiven Verstimmungen führen kann. Dieser lässt sich jedoch mit einer ausgewogenen Ernährung ausgleichen.
Eine große Rolle spielt auch das Vitamin B12. Ist genügend davon vorhanden, stärkt es die Nerven und wirkt sich positiv auf den Stoffwechsel im Gehirn aus. So lassen sich Stimmungsschwankungen mildern. Vitamin B12 wird allerdings nicht vom Körper gebildet, sondern muss mit der Nahrung aufgenommen werden. Milch, Käse, Eier oder mageres Rindfleisch sind beispielsweise reich an Vitamin B12.
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