Unbedachte Postings

Website outet Chef-Hasser, Kiffer & Co. mittels Facebook

Web
04.07.2012 11:41
"Ich hasse meinen Boss und hoffe, er stirbt", schreibt Nutzerin Anastasia R. auf Facebook. Was sie nicht weiß: Die ganze Welt liest mit. Denn wie viele andere Mitglieder des sozialen Netzwerks auch, hat Anastasia ihre Privatsphäre-Einstellungen nicht richtig konfiguriert. Die Website "We know what you're doing" macht sich dieses fahrlässige Verhalten zunutze und stellt Nutzer wie Anastasia öffentlich bloß – in der Hoffnung, sie damit für das Thema Datenschutz und Privatsphäre zu sensibilisieren.

"Wir wissen, was du tust – und denken, du solltest damit aufhören", lautet die Botschaft der Website, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, allzu sorglos mit privaten Informationen um sich werfende Facebook-Nutzer bloßzustellen und so hoffentlich auch wachzurütteln.

Die Vorgehensweise dabei ist simpel: Über eine offene Schnittstelle des sozialen Netzwerks greift die Website völlig legal auf jene Informationen zu, die Nutzer tagtäglich mit der Öffentlichkeit teilen, und wertet sie anschließend nach bestimmten Schlüsselwörtern aus.

Einträge sortiert nach Chef-Hassern, Kiffern und Säufern
Die derart gefilterten Einträge werden nach Kategorien wie "Wer möchte gefeuert werden?", "Wer hat vom Saufen einen Kater?", "Wer nimmt Drogen?" oder "Wer hat eine neue Telefonnummer?" sortiert – den dazugehörigen Nutzernamen und das Profilbild gibt es obendrauf.

Die Intention dahinter: Nutzer sollen lernen, mit ihren Daten verantwortungsvoll umzugehen. Ein erster Schritt bestehe darin, Facebook-Kommentare nicht für jeden sicht- und lesbar zu veröffentlichen, da dies sonst beispielsweise zu einem Jobverlust und anderen Unannehmlichkeiten führen könne.

So verhinderst du, dass Fremde mitlesen
Ob die eigenen Beiträge nur mit Freunden geteilt ("Freunde") oder für die gesamte Internetnutzerschaft lesbar sind ("Öffentlich"), können Nutzer in den Privatsphäre-Einstellungen ihres Kontos überprüfen. Die Macher legen Mitgliedern allerdings nahe, die Option "Benutzerdefiniert" zu wählen, um so noch genauer festzulegen, welche Inhalte für wen bestimmt sind.

Facebook selbst treffe übrigens keine Schuld, betonen die Macher. Sofern richtig genutzt, seien die Sicherheitsmechanismen des Netzwerks eigentlich sehr gut. Das Problem sei vielmehr, dass Nutzern nicht bewusst sei, welche Risiken es mit sich bringe, intimste Informationen mit anderen online zu teilen.

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