Die Hacktivisten beschuldigen die Führung von bTV auf YouTube, die Proteste der meist jugendlichen Naturschützer gegen ein Gesetz, das den Bau von Skipisten im Naturschutzgebieten erlauben soll, vor zwei Wochen völlig einseitig dargestellt zu haben. Es sei versucht worden, die Information "zu verdrehen", die Jugendlichen als "Gauner" darzustellen und ihre Forderungen zu zensurieren.
Der Sender hatte die Berichterstattung auf eine vereinzelte Attacke gegen einen Kameramann fokussiert und versucht, die Protestierenden insgesamt als pöbelnde Randalierer darzustellen. Die Medienbehörde SEM musste auf Druck von Bürgeranfragen schließlich einräumen, dass der Sender zwar kein Gesetz gebrochen hat, die Berichterstattung jedoch einseitig gewesen sei.
Die Proteste für den Naturschutz, das massive Auftreten gegen die Berichterstattung sowie Boykottversuche der Werbung veranlassten die Sozialforscherin Genowewa Petrowa zu dem Kommentar, dass sich 20 Jahre nach der Wende in Bulgarien erste Ansätze einer echten Zivilgesellschaft zeigten.
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