Die Bluttat hatte sich gegen 23 Uhr ereignet. Danach wurde der 65-jährige Mann im Lokal von Zeugen überwältigt und der Polizei übergeben. Es werde wegen Mordverdachts ermittelt, teilte Christoph Hundertpfund, stellvertretender Leiter des Tiroler Landeskriminalamtes, mit.
"Die Einvernahme findet erst am Nachmittag statt", sagte der Kriminalist. Zur Zeit würden drei Zeugen zu dem Vorfall befragt. Nach der Tat hatte sich der 65-Jährige geständig gezeigt. "Er räumte ein, dass er den Schuss auf die Frau aus seiner Waffe abgegeben hat", schilderte Hundertpfund. Aufgrund der Alkoholisierung des Mannes sei eine Befragung im Detail aber noch nicht möglich gewesen.
Eifersucht als mögliches Tatmotiv
Der Einheimische war laut Landeskriminalamt im Besitz einer gültigen Jagdkarte. Er war dadurch ermächtigt, eine Jagdwaffe zu führen, erklärte der Kriminalbeamte. Das Jagdgewehr befand sich im Besitz des Verdächtigen.
Zum Hintergrund konnte die Exekutive noch keine Angaben machen. Der Täter und das Opfer, ebenso aus dem Ötztal, dürften "vermutlich eine noch nicht näher definierte Beziehung" gehabt haben, meinte Hundertpfund. Dies sei unter anderem Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Möglicherweise könnte Eifersucht ein Grund sein. Eine Obduktion des Mordopfers wurde für Nachmittag angeordnet.
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