Die Niederlande hat sich bei der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko den Gruppensieg gesichert. Oranje besiegte Tunesien in der Nacht auf Freitag in Kansas City auch dank eines Blitzstarts 3:1 (2:0) und gewann Pool F vor Japan und Schweden. Im Sechzehntelfinale treffen die Niederländer am Dienstag (3.00 Uhr) auf Marokko, Tunesien tritt mit null Punkten die Heimreise an.
„Wir haben sehr schnell 2:0 geführt, das hat uns sicher in die Karten gespielt. Auch danach haben wir ein gutes Spiel gezeigt. Ich denke, dass wir bei der WM bisher sehr gute Arbeit leisten und drei sehr gute Spiele gemacht haben“, sagte Niederlande-Trainer Ronald Koeman. Ein Sonderlob gab es für die Oranje-Fans: „Es fühlt sich jedes Mal an, als würden wir zu Hause spielen. Alles ist orange.“
Nach nur sieben Minuten stand es bei regnerischen Bedingungen bereits 2:0. Eine scharfe Hereingabe von Denzel Dumfries beförderte Tunesiens WM-Rekordspieler Ellyes Skhiri unglücklich ins eigene Tor (3.). Augenblicke später legte Brian Brobbey nach Kopfballvorlage von Virgil van Dijk mit seinem dritten Turniertreffer aus kurzer Distanz nach (7.).
Kurzzeitige Spannung
Nach dem furiosen Beginn verlor die Partie an Tempo. Tunesien wirkte bemüht, konnte sich offensiv aber kaum zwingend in Szene setzen. Die Niederländer schienen das Spiel lange Zeit problemlos zu kontrollieren, ehe eine Standardsituation nach Seitenwechsel der Partie kurzzeitig Spannung einhauchte.
Der in die Startelf rotierte Hazem Mastouri köpfte nach einer Ecke gekonnt ein (54.). Die Freude währte jedoch nur kurz, denn auch auf der Gegenseite führte ein Eckball zum Erfolg. Innenverteidiger Jan Paul van Hecke stieg am höchsten und durfte sein erstes Länderspieltor bejubeln (62.). Oranje fand in Person von Tijjani Reijnders noch zwei aussichtsreiche Gelegenheiten (66., 69.) vor, brachte den Sieg anschließend sicher ins Ziel.
Tunesien – Niederlande 1:3 (0:2)
Kansas City, 68.391, SR Garcia (MEX)
Tore: 0:1 ( 3.) Skhiri (Eigentor), 0:2 ( 7.) Brobbey, 1:2 (54.) Mastouri, 1:3 (62.) van Hecke
Tunesien: Dahmen – Valery, Talbi, Skhiri, Ben Hamida (67. Ben Ouanes), Abdi – Ben Slimane (67. Achouri), Gharbi (75. Chaouat), Khedira (67. Hadj Mahmoud), Hannibal – Mastouri (90. Tounekti)
Niederlande: Verbruggen – Dumfries, van Hecke, Van Dijk, Ake – Gravenberch, de Jong (72. Koopmeiners), Reijnders (72. Kluivert) – Malen (72. Summerville), Brobbey (77. Depay), Gakpo (84. Lang)
Gelbe Karten: keine
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