ChatGPTs Umgang mit Nutzerdaten verstößt italienischen Behörden zufolge gegen europäisches Recht. Der Anbieter des KI-Chatbots, die Microsoft-Beteiligung OpenAI, könne binnen 30 Tagen zu den Ergebnissen der Untersuchung Stellung nehmen, teilte die Datenschutzaufsicht Garante am Montag mit. Das Unternehmen war für einen Kommentar zunächst nicht zu erreichen.
Wegen rechtlicher Bedenken hatte Italien den Zugang zu ChatGPT bereits im Frühjahr 2023 kurzzeitig blockiert. Nachdem OpenAI einigen Auflagen zugestimmt hatte, war das Programm in dem südeuropäischen Land anschließend wieder verfügbar.
Gleichzeitig leitete die Datenschutzaufsicht Untersuchungen ein, weil sie in mindestens einem Fall Verstöße gegen das europäische Datenschutzrecht vermutete, die mit bis zu vier Prozent des weltweiten Umsatzes eines Unternehmens geahndet werden können.
Die Technologie hinter ChatGPT heißt Generative KI. Sie kann menschliche Interaktion simulieren und wird dazu mit Unmengen an Daten trainiert. Diese werden meist aus dem Internet abgeschöpft. Außerdem fließen sämtliche Anfragen von Nutzern und die darin enthaltenen Informationen in die Datenbanken der Anbieter ein, um künftige Antworten zu verbessern.
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