Mi, 18. Juli 2018

Kostensperre

27.04.2012 14:40

Mobiles Surfen darf ab 1. Mai maximal 60 Euro kosten

"Horrorrechnungen" für Internetsurfen am Handy oder Laptop sind ab 1. Mai passé. Dann nämlich dürfen Betreiber ihren Kunden für mobile Datendienste im Inland nur noch maximal 60 Euro pro Monat verrechnen. Das schreibt eine Verordnung des Telekomregulators RTR vor, die am Dienstag in Kraft tritt.

Die Kostenbeschränkungsverordnung gilt nur für Verträge, die bei mobilen Datendiensten eine Verrechnung nach Verbrauch vorsehen. "Beinhaltet ein Tarifpackage für mobiles Internet ein monatliches Datenvolumen von 15 Gigabyte und zahlt man nach Überschreitung dieses Datenvolumens beispielsweise 25 Cent je zusätzliches Megabyte, so unterliegt man dem Schutz unserer Verordnung", erklärte RTR-Chef Georg Serentschy am Freitag in einer Aussendung.

Wird der Wert von 60 Euro - zusätzlich zum Grundentgelt - erreicht, hat der Betreiber drei Möglichkeiten: Er kann den Anschluss für Datendienste bis zum Ende des Rechnungszeitraums sperren, die Verbindung drosseln oder den Kunden kostenfrei weitersurfen lassen. Bei einer Bandbreitenbeschränkung oder Sperre muss er die Kunden via SMS darüber informieren.

Eine Warn-SMS muss der Betreiber künftig auch vor Verbrauch des im Vertrag inkludierten Datenvolumens oder bei Erreichen von 30 Euro an Überschreitungsentgelten absetzen. Wer keine Kostensperre will, muss seinen Betreiber darüber ausdrücklich schriftlich informieren. Einmal im Jahr kann man dies kostenlos tun. Die Wiedereinrichtung der Maßnahme ist immer kostenlos.

Allein im vergangenen Jahr hatten sich mehr als 2.300 Kunden wegen Entgeltstreitigkeiten zu mobilen Datendiensten an die Schlichtungsstelle der RTR gewandet - das entspricht über 40 Prozent aller Verfahren.

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