Tausende Raubkopien?

Universal verklagt Portal für Musikstreaming

Web
22.11.2011 10:16
Über 100.000 Songs soll das Musikstreaming-Portal Grooveshark illegal abrufbar gemacht haben - mit diesem Vorwurf versucht Universal derzeit vor Gericht in New York, eine Verbotsverfügung durchzusetzen. Zahlreiche Beweise wie E-Mails würden die Anschuldigungen untermauern. Sollte Universal sich durchsetzen, würde das wohl das Ende für Grooveshark bedeuten.

Die Betreiber von Grooveshark, die Mutterfirma Escape Media Group, sollen ihre Mitarbeiter zum illegalen Musikangebot animiert haben, so Universal vor Gericht in New York. Mehrere tausend Lieder sollen allein von Universal sollen ohne Erlaubnis auf die Grooveshark-Server geladen worden sein. Zahlreiche E-Mails und weitere Beweise würden dies belegen.

Universal verlangt nicht nur eine Verbotsverfügung, sondern überdies für jedes illegal kopierte Musikstück eine Entschädigung von bis zu 150.000 Dollar (ca. 110.900 Euro).

Beweise aus vorhergehendem Verfahren
Universal hatte Grooveshark bereits einmal wegen Urheberrechtsbedenken verklagt - damals musste der Streaming-Dienst seine Upload-Datenbank zugänglich machen. Aus diesen Daten will Universal nun zahlreiche Beweise für den neuen Prozess herausgefiltert haben. Unter anderem heißt es, allein drei Grooveshark-Manager seien für über 9.900 illegale Uploads verantwortlich. Auch der Blogeintrag eines angeblichen ehemaligen Grooveshark-Mitarbeiters soll als Beweis dienen. Darin heißt es etwa, jeder Angestellte müsse eine bestimmte Anzahl von Songs pro Woche hochladen.

Grooveshark steht seit Langem in der Kritik, da das Unternehmen auf Urheberrechtsverletzungen nur langsam reagiert und immer wieder illegal verbreitete Songs in der Datenbank auftauchen.

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