Extreme profitierten

Kärntner Reaktionen zum Ergebnis der Salzburg-Wahl

Kärnten
24.04.2023 10:20

Der vergangene Wahlsonntag hat in Salzburg viel aufgewirbelt. Was die Kärntner zu den Ergebnissen ihrer Parteikollegen sagen:

ÖVP-Landeshauptmann Wilfried Haslauer wurde abgestraft (-7,4 Prozentpunkte), die FPÖ gewinnt fast sieben Prozentpunkte dazu und verzeichnet ihr historisch bestes Ergebnis. Die Neos, die eigentlich sogar mitregierten, schafften es nicht einmal in den Landtag. Die KPÖ gilt als Wahlsieger, mit 11,7 % (+11,3) sicherten sie sich vier Sitze im Landtag. SPÖ und Grüne kommen mit leichtem Minus davon.

Erwin Angerer gratuliert Salzburger FPÖ-Chefin
Der Landesparteiobmann der FPÖ Kärnten, Klubobmann Erwin Angerer, gratuliert in einer ersten Reaktion Marlene Svazek und ihrem Team zum historischen Wahlergebnis der Freiheitlichen in Salzburg. „Die heutige Wahl hat einmal mehr gezeigt, dass sich die Menschen Politik wünschen, die für Land und Leute gemacht wird und nicht, um Parteisysteme zu erhalten. Die Wähler in Salzburg haben erkannt, dass die FPÖ die einzige Partei ist, die an der Seite der Bürger steht.“
 

Julia Löschnig (ÖVP): Verlorenes Vertrauen zurückgewinnen
„Die gute politische Arbeit und der engagierte Wahlkampf haben sich leider zu wenig im Wahlergebnis niedergeschlagen, wenngleich die ÖVP stärkste Kraft bleibt. Nun wird es darum gehen, das verlorene Vertrauen mit konsequenter Arbeit zurückzugewinnen. Das Wahlergebnis zeigt aber auch klar: Die Salzburger Volkspartei soll weiter Regierungsverantwortung übernehmen“, kommentiert Julia Löschnig, Landesgeschäftsführerin der ÖVP Kärnten, das Ergebnis.

Bedauern in der SPÖ Kärnten
Für die Kärntner Roten entspreche das Ergebnis der Salzburg-Wahl dem aktuellen Trend, der die Unzufriedenheit und die aktuellen Poly-Krisen hauptsächlich auf die in Verantwortung stehenden Landeshauptleute projiziert. „David Egger und das Team der SPÖ-Salzburg haben trotz denkbar ungünstigster Ausgangsbedingungen eine äußerst engagierte Wahlbewegung geführt. Das Ergebnis trägt diesen Bemühungen leider nicht in dem Maß Rechnung, wie wir das den Salzburger Freundinnen und Freunden gewünscht und sie sich verdient hätten“, so die SPÖ-Kärnten. Jetzt gehe es darum, in allfälligen Koalitionsgesprächen die sozialdemokratischen Inhalte für die Salzburger Bevölkerung entsprechend konsequent zu vertreten.

„Herbe Enttäuschung“ für Janos Juvan (Neos)
Für Neos-Landessprecher Janos Juvan ist die Wahlniederlage in Salzburg eine herbe Enttäuschung. „Hier zeigt sich nicht nur, wie schwer wir Neos uns nach wie vor in den Bundesländern tun, sondern auch wie die Krisen die Wählerschaft an die politischen Ränder treibt.“ Die politische Mitte sei nun verstärkt gefordert, die Menschen wieder zu erreichen.

Olga Voglauer (Grüne) wünscht sich grüne Regierungsbeteiligung
„Trotz schwieriger Umstände ist es den Grünen Salzburg gelungen, drei Mandate zu halten. Dementsprechend werden Martina Berthold und ihr Team auch weiterhin starke Stimmen für den Klimaschutz und für zukunftsorientierte Politik sein. In welcher Rolle wird man sehen - hier liegt es jetzt an der ÖVP, auf die Grünen zuzugehen. Eine Regierungsbeteiligung wäre natürlich wünschenswert“, reagiert Olga Voglauer auf das Salzburger Landtagswahlergebnis.

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