Das weit über Tirols Grenzen hinaus bekannte Gauder Fest in Zell am Ziller wurde am Freitag in gewohnter Manier eröffnet. Neben dem traditionellen Bieranstich war ein Teil davon die von vielen sehnlichst erwartete, satirische Gambrinus Rede – sie hatte es in sich.
Sie gehört genauso zur Eröffnung wie das Bockbier im Bierglas. Und er – Luis aus Südtirol – gibt sie seit Jahren zum Besten. Die Rede ist – im wahrsten Sinne des Wortes – von der Gambrinus Rede. Der erfolgreiche Kabarettist hat es darin bekanntlich vor allem auf Landes- und Bundespolitiker sowie diverse Organisationen abgesehen.
„Nordtirol ist nicht gleich Südtirol“
„Eigentlich wollte ich überhaupt nicht kommen, weil ich beleidigt bin mit euch Tirolern – wegen eurer Tirol Werbung“, ließ Luis aus Südtirol gleich zu Beginn aufhorchen, „schaut, heute habe ich einen Espresso statt einem Bier in der Hand – weil Bier nicht zu einem Italiener passt. Jaja, laut Tirol Werbung sind wir Südtiroler Italiener, die einen unverständlichen Dialekt reden“. Der Kabarettist zielte auf ein Werbesujets samt irritierendem Südtirol-Vergleich ab, wegen dem die Tirol Werbung unter (politischen) Beschuss geriet.
Schau, lieber LH Anton Mattle, ich gebe dir meine Espressotasse. Sie passt bestens zur ÖVP: schwarz und hat wenig Inhalt.
Luis aus Südtirol
„Schau, lieber LH Anton Mattle, ich gebe dir meine Espressotasse. Sie passt bestens zur ÖVP: schwarz und hat wenig Inhalt. Ja, sie ist sogar leer, da ist noch genug Platz für deine Ideen, die du durchgesetzt hast“, schmunzelte Luis aus Südtirol.
Auch auf NR Franz Hörl hatte er es – wie so oft – abgesehen: „Habt ihr das Video von ihm im Schwimmbad gesehen? Wie ein Chippendale ist er leicht bekleidet ins Wasser gesprungen. Also mutig ist er durchaus.“
FPÖ als Windmaschine
Über Windräder kam der Komiker dann zur FPÖ: „Ihr seid auch so eine Windmaschine. Ihr produziert zwar viel Wind, nutzt ihn aber nicht.“ Dann wandte er sich mit folgender Frage an NR Christoph Steiner (FPÖ): „Wie geht’s deinem Chef, dem Herbertl (Anm.: Herbert Kickl)? Nachdem sein Freund, der Viktor Orbán, sein Diktat – äh Mandat verloren hat? Wenn du ihn siehst, erinnere ihn daran, was er einmal gesagt hat: ,Machen wir’s dem Orbán nach!’ Ich hoffe, dass das noch immer gültig ist.“



Vorschlag für neue Liste: Die „Schrot-Partei“
Auch auf die Sozialdemokraten hatte es Luis aus Südtirol abgesehen: „Die SPÖ hätte den Georg Dornauer gerne auf den Mond geschossen. Das funktioniert aber nicht, sie hat derzeit gar nichts, was irgendetwas nach oben bringen könnte.“
Dornauers Karenz-Panorama
Und zu Schorschi selbst meinte er: „Jetzt hast deine Karenzen bald alle durch: Jagdkarenz, Führerscheinkarenz, Politkarenz. Solltest du einmal auf die Idee kommen, eine eigene Partei zu gründen, könnte diese wie folgt heißen: Die Rotkarenzler oder Schorschrot-Partei – abgekürzt somit Schrot-Partei“.
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