"Bei jedem illegalen Download von sogenannten Filesharing-Plattformen werden dann die Nutzer darauf hingewiesen, dass sie was Illegales tun", sagte der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Alexander Skipis, vor dem Beginn der Frankfurter Buchmesse gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
Diese Hinweise müssten automatisch von den Internet-Providern verschickt werden. "Diese versagen sich aber bislang. Deshalb brauchen wir die Hilfe der Politik." Die Gespräche mit dem Wirtschaftsministerium seien noch nicht abgeschlossen, obwohl Bundeskanzlerin Angela Merkel vor zwei Jahren bei der Buchmesse ihre Unterstützung bei der Wahrung des Urheberrechts zugesagt habe.
Ohne Bezahlung keine Inhalte mehr
"Die Inhalte unserer Autoren werden von kriminellen Organisationen geklaut, die das zum Geschäftsmodell gemacht haben", beklagte Skipis. Wenn der Autor für seine Leistung nicht mehr bezahlt werde, "dann wird es irgendwann auch keine Inhalte mehr geben, die man raubkopieren kann". Besonders extrem sei die Piraterie im Wissenschaftsbereich. Aber auch in der Belletristik wachse im Netz das illegale Angebot und die illegale Nutzung. Dies werde im E-Book-Bereich vor allem kleinere und mittlere Verlage treffen.
Warnhinweise hält Skipis für durchaus erfolgversprechend. Untersuchungen belegten, dass sich 80 Prozent der Nutzer rechtstreu verhalten wollten. Wer dann weiterhin illegal ein Buch herunterlade, müsse mit einer Abmahnung des betroffenen Verlags rechnen.
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